Cardano: Unveränderte Geschäftslage
Cardano startet mit gemischten Vorzeichen ins neue Jahr. Der Kurs tritt auf der Stelle, doch im Hintergrund werden zentrale Weichen für Protokoll, Regulierung und institutionelle Anbindung gestellt. Im Zusammenspiel könnten diese Faktoren bestimmen, ob ADA aus der aktuellen Seitwärtsphase nach oben ausbricht oder länger im Konsolidierungsmodus bleibt.
Ruhiger Kurs, viel Bewegung im Hintergrund
Am Dienstag zeigt ADA nur geringe Bewegungen und notiert mit rund 0,41 US‑Dollar knapp über einer psychologisch wichtigen Marke. Auf Wochensicht ergibt sich ein leicht negatives Bild, zugleich liegt die Kryptowährung seit Jahresbeginn im Plus. Vom 52‑Wochen-Hoch ist der Kurs jedoch noch deutlich entfernt, was den anhaltenden Druck nach der vorangegangenen Rally widerspiegelt.
Technisch bewegt sich Cardano in einer engen Handelsspanne. Marktbeobachter verweisen auf eine wichtige Unterstützung im Bereich von 0,38 US‑Dollar. Hält dieser Bereich, spricht das für eine gewisse Robustheit trotz schwächerer Woche. Auf der Oberseite rückt ein Widerstand um 0,43 US‑Dollar in den Fokus: Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde ein klareres Trend-Signal liefern.
Auffällig ist die Entwicklung im Derivatemarkt: Die offene Position (Open Interest) in Futures ist deutlich von früheren Hochs zurückgegangen. Zugleich deutet ein steigender Chaikin Money Flow darauf hin, dass Käufe eher im Kassamarkt stattfinden als über gehebelte Wetten. Das spricht eher für ruhige, schrittweise Positionierung als für aggressive Spekulation.
„van Rossem“-Hard Fork: Fokus auf Fundament
Auf Protokollebene steht mit dem vorgeschlagenen „van Rossem Hard Fork“ (Protokollversion 11) ein wichtiger Schritt an. Die Hard Fork Working Group von Intersect hat den Vorschlag offiziell eingebracht – es handelt sich um ein sogenanntes „intra-era“-Upgrade, also eine Weiterentwicklung innerhalb der laufenden Ära.
Der Entwurf zielt auf drei Kernbereiche:
- Sicherheit: Weitere Härtung der Netzwerksicherheit
- Governance: Verfeinerung der On‑Chain‑Entscheidungsprozesse
- Plutus: Ausbau der Smart-Contract-Funktionalitäten
Ein zentrales Detail ist die Einführung eines Net Change Limit (NCL) von 350 Millionen ADA für Treasury-Abflüsse pro Epoche. Damit wird ein klarer Rahmen gesetzt, wie viel aus der Projektkasse maximal bewegt werden kann. Ziel ist mehr Planbarkeit und ein transparenterer Umgang mit Mitteln im Governance-System – ein Punkt, den viele langfristig orientierte Anleger genau verfolgen.
Institutionelle Schiene: Optionen auf Grayscale-Fonds
Auf der institutionellen Seite gibt es ebenfalls Bewegung. Am 7. Januar 2026 hat NYSE American bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Antrag eingereicht, um Optionen auf den Grayscale Digital Large Cap Fund (GDLC) zuzulassen.
Dieser Fonds bündelt mehrere große Krypto-Assets, darunter:
- Bitcoin (75,20 %)
- Ethereum (15,69 %)
- XRP (5,41 %)
- Solana
- Cardano
Wird der Handel mit Optionen auf diesen Multi-Asset-Fonds genehmigt, erhielten professionelle Investoren zusätzliche Instrumente, um ihre Positionen präziser abzusichern oder zu steuern. Für ADA könnte das mittelbar mehr Liquidität und tiefere Orderbücher bedeuten, weil institutionelle Strategien dann leichter umgesetzt werden können.
Regulatorische Front: Hoskinson erhöht den Druck
Parallel dazu bleibt die Regulierung eines der großen Themen rund um Cardano. Gründer Charles Hoskinson hat sich erneut deutlich zur US‑Politik geäußert. Am 13. Januar forderte er den Rücktritt des Regierungsberaters David Sacks, falls der **Digital Asset Market Clarity Act („Clarity Act“) im ersten Quartal 2026 nicht verabschiedet wird.
Der Clarity Act soll klare Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte schaffen und steht am 15. Januar zur „Markup“-Sitzung im Bankenausschuss des US‑Senats an. Hoskinson warnt, dass ein Scheitern zu Beginn des Jahres die regulatorische Hängepartie bis 2029 verlängern könnte – unter anderem, weil die anstehenden Zwischenwahlen neue politische Prioritäten setzen dürften.
Zugleich kritisiert er die aktuellen Überlegungen zu einer möglichen „U.S. Strategic Crypto Reserve“. Aus seiner Sicht ist der Auswahlprozess der darin enthaltenen Assets undurchsichtig und politisiert. Statt Ad‑hoc-Entscheidungen fordert er einen transparenten, indexbasierten Ansatz und wendet sich klar gegen eine Art „Regieren per Tweet“.
Fazit: Konsolidierung mit klaren Triggern
Cardano bewegt sich derzeit in einer Konsolidierungsphase, in der kurzfristig wenig Spektakel im Chart, aber viel Substanz in der zweiten Reihe zu sehen ist. Technisch bleibt der Bereich um 0,38 US‑Dollar als Unterstützung und die Zone um 0,43 US‑Dollar als möglicher Ausbruchspunkt entscheidend. Gleichzeitig schaffen der geplante „van Rossem“-Hard Fork, der mögliche Start von Optionen auf den Grayscale‑Fonds und die anstehenden Beratungen zum Clarity Act konkrete Ereignisse, die den Kursverlauf in den kommenden Wochen spürbar beeinflussen können.
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