Cardano startet mit einem eng getakteten Technik-Fahrplan in den März. Gleich mehrere Themen treffen zusammen: die Aktivierung von Circle’s Stablecoin USDCx, ein Hard Fork auf Protokoll-Version 11 und der geplante Mainnet-Start der Privacy-Sidechain „Midnight“. Entscheidend ist, ob diese Schritte das Ökosystem spürbar beleben können.

USDCx bringt Liquidität ins DeFi

Die unmittelbarste Änderung: USDCx ist jetzt nativ auf Cardano verfügbar. Möglich wurde das über das community-finanzierte „Critical Integrations“-Programm. Damit bekommt das Netzwerk einen Baustein, der bislang fehlte: einen vollständig gedeckten Stablecoin direkt auf der Chain.

Wichtige DeFi-Anwendungen wie Minswap und Liqwid haben USDCx bereits integriert. In der Folge stieg Cardanos Total Value Locked (TVL) laut Bericht um 6% auf 136 Mio. US-Dollar. Zusätzlich senken subventionierte Bridge-Gebühren in den ersten zehn Tagen die Einstiegskosten und dürften den Umstieg beschleunigen. Cross-Chain-Zuflüsse lagen den Marktdaten zufolge bereits bei über 80 Mio. US-Dollar, wobei USDCx eine zentrale Rolle für mehr Liquidität und leichtere Nutzung spielen soll.

Hard Fork auf Version 11: gezielt statt radikal

Parallel bereitet das Netzwerk einen „intra-era“ Hard Fork auf Protokoll-Version 11 vor. Die Kern-Entwicklerteams peilen mainnet-reife Node-Releases innerhalb der nächsten Wochen an. Der Ansatz soll bewusst weniger Reibung erzeugen: Transaktionsformate („transaction shapes“) bleiben unverändert, wodurch sich Anpassungen für Projekte im Ökosystem in Grenzen halten sollen.

Inhaltlich geht es vor allem um mehr Leistung für Plutus-Smart-Contracts, neue kryptografische „Built-ins“ sowie klarere Ledger-Regeln. „Intra-era“ bedeutet hier: ein fokussiertes Performance-Upgrade, keine grundlegende Architektur-Operation.

Midnight: Privacy-Sidechain noch diesen Monat

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt „Midnight“, Cardanos Privacy-Partner-Chain. Der Mainnet-Start wird noch vor Monatsende erwartet. Gründer Charles Hoskinson bestätigte den Zeitplan und beschreibt Midnight als Basisnetzwerk für Anwendungen, die selektive Offenlegung und programmierbaren Datenschutz benötigen.

Technisch baut Midnight auf Vorarbeiten aus 2024 auf: Im November 2024 brachte Cardano seinen ersten Zero-Knowledge-Smart-Contract auf das Mainnet, basierend auf dem Halo-2-zkSNARK-System. Ziel ist, Berechnungen sicher verifizieren zu können, ohne sensible Informationen offenzulegen – eine Grundlage, damit Midnight eng mit Cardano zusammenspielen kann.

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Institutionelle Signale und Daten vom Netzwerk

Neben der Technik nimmt auch das institutionelle Umfeld zu. Grayscale erhöhte das Gewicht von ADA in seinem Smart Contract Platform Fund. Zudem kündigte die CME Group an, einen regulierten ADA-Futures-Kontrakt starten zu wollen (vorbehaltlich Genehmigung). Das würde ADA bei der CME neben Bitcoin und Ether positionieren und könnte zusätzliche Liquidität sowie mehr Preisfindung anziehen.

On-Chain-Daten deuten außerdem auf größere Akkumulation hin: Laut Santiment kauften Wallets mit 100.000 bis 100 Mio. ADA innerhalb von zwei Monaten zusammen über 454 Mio. ADA, während die Retail-Stimmung als eher verhalten beschrieben wird.

Beim Staking bleiben die Kennzahlen hoch. Über 59% des Angebots sind gestakt. Das Ouroboros-System erlaubt Staking-Rewards ohne Token-Lock-up; eine „No-Slashing“-Policy soll zusätzliche Sicherheit für Staker bringen. Die Chain überschritt außerdem seit Listing die Marke von 115 Mio. Transaktionen. In der Entwicklung meldet der Bericht hohes Tempo: über 800 Commits in 74 Repositories innerhalb einer Februar-Woche sowie fast 700 Commits im Januar, vor allem zu Konsens- und Skalierungs-Themen wie Ouroboros und Mithril.

Zum größeren Skalierungsplan zählt „Ouroboros Leios“, weiter für später im Jahr 2026 terminiert. Das Upgrade soll die Transaktionen pro Sekunde durch „pipelined“ Block-Validierung und weitere Optimierungen deutlich erhöhen. Hoskinson bezeichnete Leios als „wettbewerblich notwendig“.

Marktbild: Rally, dann Beruhigung

Heute liegt ADA laut Text bei rund 0,27 US-Dollar und hielt zuletzt die Support-Zone um 0,2676. Gleichzeitig sank das Futures-Open-Interest um 4,68% auf 452,54 Mio. US-Dollar, das Handelsvolumen ging um 22,31% zurück – ein Hinweis auf abnehmende Aktivität.

Gestern hatte ein Kursanstieg von 19% ADA kurzzeitig an Bitcoin Cash vorbeigeschoben und zurück in die Top 10 nach Marktkapitalisierung gebracht. Ein Teil dieser Gewinne konsolidierte danach wieder. Der Bericht verweist zugleich auf eine strukturelle Belastung: Cardanos TVL sei deutlich gefallen – von über 720 Mio. US-Dollar Ende 2024 auf rund 219 Mio. US-Dollar Anfang 2026. Das nährt Zweifel, wie tragfähig das DeFi-Ökosystem auf Dauer ist.

Zum Ausblick passt deshalb eine Kernfrage: Kommt mit USDCx, Protokoll 11 und Midnight genug Substanz zurück in die Nutzung, um den TVL-Rückgang zu stoppen? Der Bericht macht dafür zwei Bedingungen auf: Gelingen die Upgrades termingerecht, vor allem Midnight, könnte das Nutzen und Entwickleraktivität stützen. Gleichzeitig bleibt der Konkurrenzdruck hoch, und kurzfristig hängt ADA laut Text stark an Bitcoin und dem Gesamtmarkt – makrogetriebene Bewegungen können projektspezifische Nachrichten schnell überlagern.

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