Cardano: Neue Selbstverwaltung
Cardano hat den wohl wichtigsten Schritt seiner jüngeren Geschichte abgehakt: Das Netzwerk steuert sich jetzt vollständig selbst – mit einer on-chain verankerten Verfassung. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von „Framework bauen“ hin zu „Ökosystem ausbauen“. Entscheidend ist nun, ob die neuen Governance-Strukturen schnell genug liefern, um mehr Nutzung und Liquidität anzuziehen.
Verfassung tritt in Kraft – Abstimmungsmacht verteilt sich
Die Cardano Constitution ist am 24. Januar 2026 in Kraft getreten. Zuvor stimmten 79% der Delegated Representatives (DReps) dafür. Damit ist der Governance-Rahmen aus der Chang-Hard-Fork-Phase finalisiert – inklusive klarer Regeln für Treasury-Verwaltung und Protokolländerungen.
Flankiert wurde das durch einen Schritt der Cardano Foundation: Bereits am 20. Januar 2026 delegierte sie zusätzliche 220 Millionen ADA an 11 community-orientierte DReps. Ziel sind die Bereiche „Adoption“ und „Operations“. Insgesamt liegen damit laut Mitteilung 360 Millionen ADA an Delegation bei Community-Vertretern. CEO Frederik Gregaard begründete das als Maßnahme, um Stimmrechte breiter zu streuen und die Entscheidungsstruktur robuster zu machen.
70 Millionen ADA: Geld für „kritische Integrationen“
Kaum ist die Governance fix, rollt Cardano die erste größere Ausgabenwelle aus: Ein Budget von 70 Millionen ADA für sogenannte „Critical Integrations“ wurde freigegeben. Laut Intersect-MBO-Update (9. Januar 2026) soll das vor allem Infrastruktur-Lücken zu Wettbewerbern schließen – mit drei konkreten Baustellen:
- Oracle-Integration: Voller Rollout des Pyth Network, um Marktdaten in institutioneller Qualität bereitzustellen.
- Datenanalyse: Anbindung an Dune Analytics, um Transparenz und Auswertbarkeit on-chain zu verbessern.
- Stablecoin-Liquidität: Aufnahme einer „Tier-one“ fiat-besicherten Stablecoin als Basis für mehr DeFi-Liquidität.
Ausgezahlt werden die Mittel über neue, durch das Verfassungs-Setup vereinfachte Treasury-Mechanismen. Genau hier liegt auch der Prüfstein: Kommt das Geld zügig in den richtigen Projekten an – und führt es messbar zu mehr Aktivität im Netzwerk?
Midnight und Leios: Technik bleibt der zweite Hebel
Parallel zur Governance laufen zwei technische Narrative weiter. Die Midnight Network-Sidechain, die auf Privacy mit regulatorisch kompatiblem Ansatz zielt, befindet sich seit dem Launch am 8. Dezember 2025 in einer frühen Mainnet-Phase und nutzt dafür den NIGHT-Token.
Zudem arbeitet das Team an Ouroboros Leios. Das Upgrade ist für 2026 angepeilt und soll Transaktionsvalidierung von der Blockproduktion entkoppeln – mit dem Ziel, deutlich mehr Durchsatz zu schaffen, ohne die Dezentralisierung zu verwässern. Ein eigener Fortschritts-Tracker soll die Entwicklung transparent machen.
Zum Marktbild passt: ADA steht aktuell bei 0,29 USD und markiert damit das 52‑Wochen‑Tief – ein Hinweis, dass Anleger die nun startende Umsetzungsphase kritisch beäugen.
Cardanos kurzfristiger Lackmustest ist damit klar umrissen: Wenn die 70 Millionen ADA sichtbar in Oracles, Analytics und eine starke Stablecoin-Liquidität übersetzt werden, hat das Netzwerk einen greifbaren Hebel für Nutzung und Kapitalzufluss. Gleichzeitig liefert 2026 mit Leios den technischen Unterbau, der die Wachstumsstory auch skalierbar machen soll.
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