Der Jahresausklang 2025 bringt für Cardano eine gespaltene Situation: Während die ADA-Aktie selbst unter Druck steht und Kritiker die Netzwerk-Nutzung infrage stellen, sorgt ausgerechnet die Privacy-Sidechain Midnight für Aufsehen. Das NIGHT-Token entwickelt sich zum Überraschungshit – und könnte die Weichen für das gesamte Ökosystem neu stellen.

ADA unter technischem Druck

Cardano notiert am 29. Dezember im Bereich von 0,35 US-Dollar und damit klar unter den entscheidenden gleitenden Durchschnitten. Die 20-Tage-Linie bei 0,38 Dollar und die 50-Tage-Linie bei 0,44 Dollar bleiben vorerst außer Reichweite. Die Marke von 0,33 Dollar gilt als kritische Unterstützung – ein Bruch würde den Abwärtstrend verschärfen.

Trotz der schwachen Kursentwicklung zeigen sich Käufer präsent: Am Montag flossen netto rund 3,1 Millionen Dollar in ADA-Spotpositionen. Offenbar nutzen einige Marktteilnehmer die niedrigen Kurse zum Einstieg. Allerdings sinkt das spekulative Interesse – das Open Interest bei ADA-Derivaten fiel um 1,64 Prozent auf etwa 712 Millionen Dollar.

Midnight als Hoffnungsträger

Die eigentliche Story spielt sich eine Ebene tiefer ab: Das Midnight-Token (NIGHT), das auf der Cardano-Sidechain für Datenschutz basiert, zählt am 29. Dezember zu den meistgesuchten Krypto-Assets. Der Kurs von NIGHT bewegte sich zwischen 0,09 und 0,095 Dollar – mit Tagesgewinnen von bis zu elf Prozent auf einzelnen Handelsplätzen.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,5 Milliarden Dollar steht Midnight kurz davor, in die Top 40 der Kryptowährungen aufzusteigen. Cardano-Gründer Charles Hoskinson sieht darin mehr als nur einen kurzfristigen Hype: Er spricht von einem "10-Milliarden-Dollar-Ökosystem" aus Partner-Chains, das durch Midnight ermöglicht werden könnte. Selbst Ripple-CTO David Schwartz äußerte sich anerkennend – ein seltener Moment der Anerkennung zwischen sonst konkurrierenden Projekten.

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Die Nutzungsdebatte

Die positive Entwicklung von Midnight kontrastiert scharf mit der Kritik am Haupt-Netzwerk. Mike Novogratz, CEO von Galaxy Digital, warnte am Montag eindringlich: Legacy-Blockchains wie Cardano liefen Gefahr, zu "Zombie-Assets" zu werden, wenn sie über ihre Community hinaus keine messbare Nutzung vorweisen können.

Seine Argumentation stützt sich auf Zahlen von CryptoQuant: Cardano verzeichnet derzeit etwa 19.000 aktive Adressen täglich. Zum Vergleich: Solana kommt auf Millionen aktiver Nutzer bei einer Marktkapitalisierung von über 72 Milliarden Dollar. Diese Diskrepanz zwischen Bewertung und tatsächlicher Netzwerk-Aktivität befeuert die Skepsis institutioneller Investoren.

Ausblick auf 2026

Cardano steht an einem Scheideweg. Technisch müsste die Marke von 0,38 Dollar zurückerobert werden, um den Abwärtsdruck zu brechen. Fundamental hängt viel davon ab, ob die Erfolgsgeschichte von Midnight auch das Hauptnetzwerk beleben kann – und ob sich höhere Nutzerzahlen realisieren lassen. Die Grayscale-Anträge für einen ADA-ETF bleiben zwar in der Schwebe, doch die eigentliche Frage lautet: Kann Cardano den Sprung von der Staking-Plattform zur aktiv genutzten Blockchain schaffen?

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