Für BYD läuft in dieser Woche einiges zusammen. Am 27. März tagt der Vorstand, um die geprüften Jahreszahlen für 2025 zu verabschieden und über eine Dividende zu entscheiden. Gleichzeitig hat der chinesische Elektroautobauer soeben eine Partnerschaft mit Nvidia für autonomes Fahren der Stufe 4 bekanntgegeben — zwei Ereignisse, die Anleger genau verfolgen dürften.

Nvidia-Plattform als technologische Weichenstellung

Auf der GTC 2026 in San Jose bestätigte Nvidia am 16. März, dass BYD zu den Herstellern gehört, die auf der DRIVE Hyperion-Plattform aufbauen. Das System ermöglicht Level-4-Autonomie — also Fahren ohne menschlichen Eingriff unter definierten Bedingungen. Durch die Integration der KI-Berechnungen direkt ins Fahrzeug sinkt die Abhängigkeit von permanenter Cloud-Anbindung, was Reaktionszeiten im Straßenverkehr verbessert.

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Die Partnerschaft birgt jedoch auch Risiken. Analysten weisen auf die strukturelle Abhängigkeit von Nvidia-Hardware hin — problematisch angesichts der anhaltenden Spannungen im US-chinesischen Technologiesektor, die BYDs Zugang zu Nvidia-Chips grundsätzlich gefährden könnten.

Jahreszahlen unter der Lupe

Für das vierte Quartal 2025 erwarten Analysten einen Umsatz von rund 245,5 Milliarden CNY — ein Rückgang von knapp 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll bei 1,22 CNY liegen, was einem Einbruch von rund 29 Prozent entspräche.

Im Mittelpunkt steht die Frage der Margen: Können starke Auslandserlöse und Kostenvorteile durch die eigene Batterieproduktion die hohen Investitionen in neue Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand sowie den intensiven Preiskampf im Heimatmarkt ausgleichen?

Historische Exportmarke — schwaches Inlandsgeschäft

Im Februar 2026 überstiegen BYDs Auslandsverkäufe erstmals die Inlandslieferungen: 100.600 Fahrzeuge gingen ins Ausland, 89.590 wurden in China abgesetzt. Ein Großauftrag über rund 100.000 Fahrzeuge für Mexiko und Argentinien trug maßgeblich dazu bei. Für das Gesamtjahr 2026 peilt BYD 1,3 Millionen Auslandsverkäufe an — und will dafür die Produktionskapazität in Brasilien von 150.000 auf 600.000 Einheiten jährlich vervierfachen.

Im Inland sieht das Bild deutlich trüber aus. Die kombinierten Januar- und Februar-Verkäufe 2026 lagen rund 36 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Wiedereinführung einer Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge Ende 2025 dürfte dabei einen Vorzieheffekt ausgelöst haben, der zu Jahresbeginn für eine spürbare Nachfrageschwäche sorgte. Zudem holen chinesische Wettbewerber im Heimatmarkt spürbar auf.

Kanada als Einstieg in Nordamerika

Da der US-Markt durch prohibitive Zölle blockiert bleibt, setzt BYD auf Kanada als Brückenkopf. Nach einer Einigung zwischen beiden Ländern sanken die kanadischen Importzölle auf chinesische Elektroautos von 100 auf 6,1 Prozent. BYD verhandelt derzeit über Standorte im Großraum Toronto und plant, binnen eines Jahres 20 eigene Händlerniederlassungen zu eröffnen. Vizepräsidentin Stella Li bestätigte zudem, dass der Bau eines eigenen Werks in Kanada geprüft wird — Joint Ventures schließt das Unternehmen dabei ausdrücklich aus.

Die Jahresergebnisse und die Dividendenentscheidung vom 27. März werden zeigen, wie gut BYD die Balance zwischen globalem Wachstum und dem Margendruck im Heimatmarkt bislang gehalten hat.

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