BYD Aktie: Vorsichtigere Exportziele
Der chinesische Elektroauto-Gigant treibt seine globale Expansion voran, stapelt dabei jedoch tiefer als vom Markt erhofft. Um der schwächelnden Inlandsnachfrage zu entkommen, setzt BYD voll auf das Auslandsgeschäft. Doch die am Samstag verkündeten Ziele für 2026 bleiben hinter früheren Indikationen zurück – ein Zeichen für wachsenden Respekt vor den globalen Herausforderungen?
Prognose verfehlt Erwartungen
Marken-Chef Li Yunfei nannte am Samstag die konkrete Zielmarke: 1,3 Millionen Fahrzeuge sollen im Jahr 2026 außerhalb Festlandchinas ausgeliefert werden. Dies würde zwar einer Steigerung von 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen, liegt jedoch unter den Erwartungen einiger Investoren. Noch im November 2025 hatte die Citigroup nach Gesprächen mit dem Management eine Spanne von 1,5 bis 1,6 Millionen Einheiten für das Auslandsgeschäft in Aussicht gestellt.
Die konservativere Guidance deutet darauf hin, dass BYD den zunehmenden Wettbewerb und die schwierigen Rahmenbedingungen realistisch einschätzt. Während in China ein harter Preiskampf die Margen belastet, soll die internationale Präsenz durch neue Modelle – darunter Fahrzeuge der Premium-Marke Denza – und ein erweitertes Händlernetzwerk gestärkt werden.
Starkes Fundament aus 2025
Die Basis für die weitere Expansion lieferte das abgelaufene Geschäftsjahr. 2025 konnte BYD die Gesamtauslieferungen um 7,7 Prozent auf 4,6 Millionen Einheiten steigern. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei das Exportgeschäft:
* Die Auslandslieferungen erreichten rund 1,05 Millionen Fahrzeuge.
* Dies entspricht einem massiven Anstieg von über 150 Prozent im Jahresvergleich.
* Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamabsatz verdoppelte sich von 10 Prozent im Jahr 2024 auf rund 23 Prozent.
Fokus auf lokale Produktion
Um Handelsbarrieren wie Zölle zu umgehen und Logistikkosten zu senken, verlagert BYD den Fokus zunehmend auf lokale Fertigung. Neue Werke in Südostasien, Europa und Lateinamerika sollen die Abhängigkeit von Exporten aus China verringern. Analysten werten 2026 als entscheidendes Jahr, um zu beweisen, dass diese internationalen Standorte kosteneffizient betrieben werden können.
Trotz der vorsichtigeren Ziele bestätigten die Analysten von Bernstein kürzlich ihr "Outperform"-Rating. Sie verweisen auf technologische Fortschritte bei Batterien und eine volle Produktpipeline: Für 2026 sind mindestens zehn neue Modelle geplant, darunter der Seal 08 und der SUV Sea Lion 08.
Anleger erhalten am 26. März 2026 weitere Einblicke, wenn das Unternehmen die vollständigen Finanzergebnisse für 2025 vorlegt. Dabei wird vor allem die Entwicklung der Profitabilität im Zuge der aggressiven internationalen Expansion im Mittelpunkt stehen.
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