BYD Aktie: Tesla überholt, Absatz bricht ein
Es ist ein historischer Machtwechsel: Erstmals hat der chinesische Autokonzern Tesla auf Jahresbasis bei den Verkaufszahlen reiner Elektroautos hinter sich gelassen. Doch Feierstimmung kommt an der Börse heute nicht auf. Stattdessen schicken überraschend schwache Dezember-Daten die Aktie auf Talfahrt und wecken ernsthafte Zweifel, ob die jahrelange Wachstumsstory nun an ihr Ende gelangt ist.
Alarmierende Dezember-Zahlen
Auf dem Papier sieht das Gesamtjahr 2025 beeindruckend aus. Mit 2,26 Millionen verkauften batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) zog BYD deutlich an Tesla vorbei, das mit einem Rückgang auf 1,64 Millionen Einheiten unter einer veralteten Modellpalette litt. Doch an der Börse zählt die aktuelle Dynamik, und diese zeigt in die falsche Richtung. Die Aktie verlor in Hongkong rund 3 Prozent und rutschte auf 95,80 HKD ab.
Auslöser für die Verkäufe ist ein abrupter Einbruch zum Jahresende. Im Dezember fielen die Gesamtverkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf rund 420.000 Fahrzeuge. Besonders besorgniserregend ist, dass erstmals im Jahr 2025 auch das reine Elektro-Segment schrumpfte (-8,2 Prozent). Noch härter traf es die sonst so starken Plug-in-Hybride mit einem Minus von über 25 Prozent. Marktbeobachter interpretieren dies als Indiz dafür, dass die aggressive Preisschlacht der letzten Monate die Nachfrage vorzeitig erschöpft hat.
Margendruck und Qualitätsprobleme
Neben der Absatzschwäche rücken Sorgen um die Profitabilität in den Vordergrund. Analysten blicken kritisch auf die finanziellen Folgen des Rückrufs von 115.000 Fahrzeugen der Modelle Tang und Yuan Pro im vergangenen Oktober. Die Kosten für diese Maßnahme sowie verstärkte Qualitätssicherungen dürften im anstehenden Quartalsbericht Spuren hinterlassen. Kombiniert mit dem Volumenrückgang im Dezember droht ein doppelter Belastungsfaktor für die Gewinnmargen.
Der Kontrast zur Konkurrenz ist dabei vielschichtig: Während Teslas Rückgang auf eine Sättigung im Premium-Segment hindeutet, signalisieren BYDs Dezember-Zahlen, dass nun auch der chinesische Massenmarkt stagniert. Hohe Lagerbestände vor dem chinesischen Neujahrsfest könnten den Preisdruck weiter verschärfen.
Wichtige Marken im Fokus
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die detaillierten Finanzergebnisse Ende dieses Monats. Technisch ist die Situation bereits angeschlagen: Nachdem die psychologisch wichtige Marke von 100 HKD nicht gehalten werden konnte, droht bei weiterer Schwäche ein Test der Unterstützungszone bei 92 HKD. Das Management steht nun unter Zugzwang, den Dezember-Einbruch glaubhaft als temporären Ausrutscher zu erklären, um das Vertrauen in die Wachstumsstory für 2026 wiederherzustellen.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 06. Januar liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








