BYD zündet die nächste Stufe der internationalen Expansion und setzt Konkurrenten weltweit unter Druck. Während der chinesische Marktführer in Südamerika historische Hürden überwindet, verdrängt er in Europa den bisherigen Platzhirsch Tesla von der Spitze. Zusätzlich sorgen Berichte über eine potenzielle Partnerschaft mit einem US-Autogiganten für Bewegung im Kurs. Doch kann das aggressive Wachstumstempo angesichts dünner Margen profitabel bleiben?

Offensive in Argentinien

Der Ankunft eines Frachtschiffes im argentinischen Hafen Zárate kommt eine besondere Bedeutung zu: BYD lieferte am Mittwoch über 5.800 Elektro- und Hybridfahrzeuge an. Dieser Schritt markiert das Ende einer jahrzehntelangen Phase strikter Importbeschränkungen in dem südamerikanischen Land.

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Der Konzern nutzt dabei geschickt die neue Handelspolitik unter Präsident Javier Milei. Eine neue Regelung erlaubt in diesem Jahr den zollfreien Import von 50.000 elektrifizierten Fahrzeugen, sofern der Preis unter 16.000 US-Dollar liegt – eine Preisschwelle, die chinesische Hersteller im Gegensatz zur westlichen Konkurrenz problemlos unterbieten können.

Machtwechsel in Europa

Auch auf dem europäischen Markt festigt BYD seine Position und lässt Tesla hinter sich. Die Zahlen für das Jahr 2025 sprechen eine deutliche Sprache:
* Deutschland: BYD verachtfachte den Absatz auf 23.306 Fahrzeuge, während Teslas Neuzulassungen um fast 50 Prozent auf 19.390 einbrachen.
* Großbritannien: Auch hier lag BYD mit 51.422 Registrierungen vor Tesla (45.513).

Rückenwind erhält die Aktie zudem aus Brüssel. Die Europäische Kommission signalisierte, die hohen Importzölle möglicherweise durch ein Mindestpreissystem zu ersetzen. Diese potenzielle Entspannung im Handelsstreit ließ den Kurs in Hongkong Anfang des Monats um bis zu 4,8 Prozent steigen.

Brisante Gespräche mit Ford

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen Berichte des Wall Street Journal über Verhandlungen mit Ford. Der US-Autobauer prüft offenbar den Einsatz von BYD-Batterien für seine wachsende Hybridflotte. Im Gespräch ist ein Modell, bei dem Ford die Batterien für Werke außerhalb der USA importiert, um von der kostengünstigen Technologie zu profitieren.

Während Ford-CEO Jim Farley die chinesische Technik offen als "überlegen" bezeichnet, regt sich politischer Widerstand. Peter Navarro, Handelsberater im Weißen Haus, warnte davor, die Lieferkette eines chinesischen Konkurrenten zu stützen.

Fundamentaldaten und Margendruck

Trotz der Expansionserfolge bleiben die Finanzen ein Drahtseilakt. Die Nettomarge liegt bei lediglich 4,6 Prozent, was den harten Preiskampf im globalen EV-Markt widerspiegelt. Die Bewertung der Aktie notiert an der Hongkonger Börse bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 22,6.

Im Batteriegeschäft bleibt BYD eine Macht: Mit einem Marktanteil von 16,7 Prozent und einem Wachstum der installierten Kapazität um 31,3 Prozent auf 175,2 GWh (Januar bis November 2025) ist das Unternehmen weltweit die Nummer zwei hinter CATL.

Anleger müssen nun beobachten, ob BYD die steigenden Absatzzahlen in nachhaltige Gewinne ummünzen kann, oder ob politische Hürden und Infrastrukturprobleme in Schwellenländern die Margen weiter belasten.

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