Broadcom Aktie: TSMC zündet Turbo
Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat am Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt, die weit über den Erwartungen lagen – und damit auch der Broadcom-Aktie Rückenwind verschafft. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips kündigte an, seine Investitionen 2026 massiv auszuweiten. Für Broadcom, das seine Custom-AI-Chips bei TSMC fertigen lässt, ist das eine direkte Ansage: Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur bleibt hoch.
TSMC investiert bis zu 56 Milliarden Dollar
TSMC will 2026 zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten stecken – deutlich mehr als die 41 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz im vierten Quartal 2025 kletterte um 26 Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar. Die Botschaft: Der Boom bei KI-Beschleunigern und Netzwerk-Chips hält an.
Broadcom profitiert unmittelbar von dieser Entwicklung. Das Unternehmen zählt zu den Großkunden TSMCs und lässt dort maßgeschneiderte Prozessoren für hyperscale Rechenzentren produzieren. Die angekündigte Kapazitätserweiterung dürfte dem Halbleiterkonzern helfen, steigende Auftragsvolumen zu bedienen.
Analysten heben Kursziele an
Wells Fargo reagierte prompt: Am 15. Januar stufte die Bank die Aktie von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch und setzte das Kursziel bei 430 Dollar. Citi bestätigte sein "Buy"-Rating und sieht sogar Potenzial bis 480 Dollar. Beide Häuser verweisen auf die anhaltende Dynamik im KI-Sektor.
Zurückhaltender gibt sich RBC Capital. Die Analysten starteten ihre Coverage mit "Hold" und einem Kursziel von 370 Dollar – ein Hinweis darauf, dass die Bewertung nach der Rally 2025 anspruchsvoll geworden ist.
Insider verkaufen, Institutionelle kaufen
Während CEO Hock E. Tan zuletzt Aktien im Wert von rund 24 Millionen Dollar verkaufte und Chief Legal Officer Mark David Brazeal Anteile für 10,4 Millionen Dollar abstiess, griff ARK Invest zu. Cathie Woods Fondsgesellschaft nutzte den Kursrücksetzer Mitte Januar zum Einstieg – offenbar in der Überzeugung, dass die langfristige KI-Story intakt bleibt.
Dazu kommt geopolitischer Druck: Berichte über chinesische Empfehlungen, auf ausländische Cybersecurity-Software zu verzichten, belasten die Stimmung. Die Abhängigkeit vom asiatischen Markt bleibt ein Risiko.
Nächster Termin: Quartalszahlen am 4. März
Im vierten Quartal 2025 legte Broadcom einen Umsatz von 18,02 Milliarden Dollar vor, ein Plus von 28 Prozent. Der Nettogewinn erreichte 8,52 Milliarden Dollar. Am 4. März folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026. Anleger dürften dann vor allem auf Hinweise achten, ob sich die TSMC-Investitionen bereits in konkreten Auftragseingängen niederschlagen.
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