Die US-Großbank Goldman Sachs hat Broadcom heute offiziell auf ihre prestigeträchtige „US Conviction List“ gesetzt, was das Vertrauen der institutionellen Anleger massiv stärkt. Während Analysten dem Halbleitergiganten dank des KI-Booms weitere Umsatzsprünge zutrauen, senden Insiderverkäufe jedoch gemischte Signale. Anleger stehen vor der Frage: Rechtfertigt das rasante Wachstum die inzwischen sportliche Bewertung?

Analysten sehen massives Potenzial

Mit einem neuen Kursziel von 450 Dollar sieht Goldman Sachs deutliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau bei rund 352 Dollar. Die Bank begründet diesen Optimismus mit Broadcoms dominanter Stellung bei Netzwerk-Chips und der entscheidenden Rolle als Lieferant kundenspezifischer Prozessoren für US-Hyperscaler. Die Aufnahme in die „Conviction List“ hebt die Aktie als eine der Top-Empfehlungen für das Jahr 2026 hervor.

Auch die Citigroup prognostiziert eine massive Beschleunigung des Geschäftes. Analysten erwarten, dass die KI-bezogenen Umsätze bereits 2026 die Marke von 50 Milliarden Dollar überschreiten und bis 2027 auf 100 Milliarden Dollar anwachsen. Haupttreiber ist die ungebrochene Nachfrage großer Technologiekonzerne nach spezialisierten KI-Chips (ASICs) für den Ausbau ihrer Rechenzentrums-Infrastruktur.

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Fundamentaldaten und Bewertung

Die Vorschusslorbeeren der Banken fußen auf konkreten Zahlen. Im abgelaufenen vierten Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz um 28,2 Prozent auf 18,02 Milliarden Dollar und übertraf beim Gewinn je Aktie mit 1,95 Dollar die Konsensschätzungen. Zudem wurde die Quartalsdividende auf 0,65 Dollar angehoben.

Allerdings hat diese Qualität ihren Preis. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,65 Billionen Dollar und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 73 ist die Aktie hoch bewertet. Der Markt preist hier bereits eine nahezu perfekte Umsetzung der KI-Strategie ein.

Warnsignale aus der Chefetage?

Ein Blick auf die Handelsaktivitäten offenbart eine Diskrepanz. Während institutionelle Investoren ihre Positionen im dritten Quartal ausbauten, nutzen Führungskräfte die hohen Kurse für Gewinnmitnahmen. In den letzten 90 Tagen veräußerten Insider Aktien im Wert von rund 239,2 Millionen Dollar. Allein CEO Hock E. Tan trennte sich Mitte Dezember von Anteilen im Wert von etwa 42,38 Millionen Dollar. Diese Verkäufe stehen im Kontrast zu den extrem bullischen Prognosen externer Beobachter.

Das makroökonomische Umfeld spricht dennoch für Broadcom. Da die Investitionsausgaben der Hyperscaler laut Morningstar bis 2029 weiter drastisch steigen sollen, bleibt der Konzern als technologischer Schlüssellieferant exzellent positioniert. Solange die Aktie die Marke von 350 Dollar verteidigt, setzen die Märkte darauf, dass die KI-Fantasie die hohen Bewertungen in die Realität überführt.

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