Rocket Lab verzeichnet das stärkste operative Jahr seiner Geschichte und meldet für 2025 einen massiven Anstieg beim Auftragsbestand. Gleichzeitig dämpft die Verschiebung der neuen Neutron-Rakete auf Ende 2026 die kurzfristige Euphorie. Wie balanciert das Raumfahrtunternehmen dieses Spannungsfeld aus Rekordwachstum und technologischen Hürden?

Starke Zahlen und Insider-Verkäufe

Vor wenigen Tagen trennte sich die leitende unabhängige Direktorin Merline Saintil von gut 18.000 Aktien. Dieser Insider-Verkauf fällt in eine Phase, in der das Unternehmen historisch starke operative Kennzahlen liefert. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 180 Millionen US-Dollar. Auf Gesamtjahressicht kletterten die Erlöse um 38 Prozent auf 602 Millionen US-Dollar.

Besonders auffällig ist der Auftragsbestand: Dieser wuchs um 73 Prozent auf 1,85 Milliarden US-Dollar an. Gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge deutlich von 32 Prozent im Vorjahr auf nun 44,3 Prozent. Institutionelle Investoren werten diese Entwicklung positiv. Adressen wie Norges Bank und Invesco bauten ihre Positionen zuletzt aus. Insgesamt halten institutionelle Anleger nun über 70 Prozent der Anteile.

Hohe Startfrequenz und neue Aufträge

Operativ hält das Unternehmen das Tempo hoch. Am 6. März absolvierte Rocket Lab bereits den vierten erfolgreichen Raketenstart des Jahres 2026. Dies untermauert die Pläne für einen noch dichteren Startplan nach den 21 erfolgreichen Missionen im Vorjahr.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rocket Lab USA?

Auch das Auftragsbuch füllt sich mit lukrativen Projekten. Ein Vertrag mit der Space Development Agency (SDA) über potenziell 805 Millionen US-Dollar markiert den bisher größten Einzelauftrag der Firmengeschichte. Zudem erweitert das Unternehmen durch die Übernahme von Optical Support Inc. seine Fähigkeiten im Bereich Präzisionsoptik. Parallel treibt Rocket Lab die Entwicklung von speziellen Silizium-Solarmodulen für weltraumgestützte Rechenzentren voran, unterstützt durch staatliche Fördermittel in Höhe von knapp 24 Millionen US-Dollar.

Neutron-Rakete als Schlüsselfaktor

Der wichtigste Hebel für das langfristige Wachstum bleibt die mittelschwere Neutron-Rakete. Nach einem fehlgeschlagenen Tanktest der ersten Stufe verschob das Management den anvisierten Erstflug auf das vierte Quartal 2026. Der Markt hat dieses Entwicklungsrisiko weitgehend eingepreist.

Die Aktie notierte gestern bei 72,35 US-Dollar. Während das Papier im bisherigen Jahresverlauf rund 9 Prozent verlor, steht auf Zwölfmonatssicht noch immer ein Plus von über 280 Prozent. Analysten bleiben mehrheitlich positiv gestimmt: Cantor Fitzgerald hob das Kursziel kürzlich von 72 auf 85 US-Dollar an und behielt die Übergewichtung bei.

Das Management rechnet damit, etwa 37 Prozent des aktuellen Auftragsbestands innerhalb der nächsten zwölf Monate umsatzwirksam zu verbuchen. Für das erste Quartal 2026 stellt Rocket Lab Erlöse zwischen 185 und 200 Millionen US-Dollar in Aussicht. Konkrete Einblicke in die weitere Margenentwicklung und den Fortschritt des Neutron-Programms liefert das Unternehmen am 13. Mai 2026 mit der Vorlage der nächsten Quartalszahlen.

Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...