Broadcom verliert weiter an Boden. Trotz Rekordquartal und boomenden AI-Geschäfts sackt die Aktie ab – die Sorge um sinkende Margen wiegt schwerer als starke Zahlen. Was steckt hinter der Schwäche?

Kursrutsch nach starken Zahlen

Am Montag gab die Aktie weitere 5,6% nach, nachdem sie bereits am Freitag nach Vorlage der Quartalszahlen über 11% eingebrochen war. Der Chip-Konzern hatte eigentlich geliefert: Umsatz von 18,02 Milliarden Dollar (+28% zum Vorjahr), bereinigte Gewinne pro Aktie von 1,95 Dollar (+37%) und ein AI-Geschäft, das um 74% auf 6,5 Milliarden Dollar zulegte.

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Die Reaktion der Anleger zeigt: Selbst herausragende Ergebnisse reichen nicht mehr, wenn gleichzeitig Fragezeichen bei der Profitabilität auftauchen.

Die Crux mit den Margen

CFO Kirsten Spears nannte den Grund für die Nervosität: Die Bruttomarge wird im laufenden Quartal voraussichtlich um rund 100 Basispunkte sinken – hauptsächlich, weil der Anteil des AI-Geschäfts am Gesamtumsatz steigt. Anders formuliert: Das boomende AI-Segment wirft weniger Gewinn ab als die traditionellen Produktlinien.

Dazu kommt die Kundenkonzentration. Der beeindruckende Auftragsbestand von 73 Milliarden Dollar für die nächsten 18 Monate stammt von lediglich fünf Hyperscale-Kunden. Broadcom enthüllte, dass Anthropic der mysteriöse vierte Kunde hinter einem 10-Milliarden-Order ist – mit einer weiteren Bestellung über 11 Milliarden Dollar für Ende 2026.

Bewertung als Bremsklotz

Bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,6 Billionen Dollar handelt Broadcom zum fast 17-fachen des erwarteten Umsatzes und über dem 34-fachen der geschätzten Gewinne. Die Aktie hat sich seit April mehr als verdoppelt – Bewertungen auf diesem Niveau lassen wenig Spielraum für Enttäuschungen.

Die Schwäche betrifft nicht nur Broadcom. Andere AI-Infrastruktur-Werte wie Oracle und CoreWeave stehen ebenfalls unter Druck. Oracle hat seit September fast die Hälfte seines Werts verloren, CoreWeave ist seit Juni über 60% gefallen. Die zentrale Frage: Wie nachhaltig ist die massive AI-Investitionswelle?

Ausblick und Dividende

Für das laufende Quartal stellt Broadcom 19,1 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht (+28%), das AI-Segment soll auf 8,2 Milliarden Dollar verdoppeln. Der Vorstand hob die Dividende um 10% auf 0,65 Dollar je Aktie an – die fünfzehnte jährliche Erhöhung in Folge.

Die kommenden Wochen zeigen, ob Anleger bereit sind, die Premium-Bewertung trotz Margendruck zu akzeptieren. Der Test läuft.

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