Broadcom hat die Woche mit einem Plus von 1,30% auf 347,48 USD beendet – und die jüngsten Kursgewinne kommen nicht von ungefähr. Gleich mehrere Wall-Street-Banken haben ihre Einschätzung zuletzt deutlich optimistischer formuliert. Der Grund: Die Analysten sehen das KI-Geschäft des Chipherstellers als Wachstumstreiber, der kurzfristige Sorgen in den Schatten stellt.

Wells Fargo gibt den Ton an

Den Impuls für den jüngsten Anstieg lieferte Wells Fargo am Donnerstag, 15. Januar. Die Bank hob ihre Einstufung von "Equal-weight" auf "Overweight" an – ein klares Signal. Die Begründung: Bedenken hinsichtlich der Bruttomargen seien übertrieben. Stattdessen verweist Wells Fargo auf die Zusammenarbeit mit Google bei TPU-Chips und einen prall gefüllten Auftragsbestand für KI-Infrastruktur. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Die Aktie legte am Donnerstag um 2,6% zu.

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Wells Fargo reiht sich damit in eine Serie positiver Analystenstimmen ein:

  • Mizuho bezeichnete Broadcom am 9. Januar als einen seiner Top-Picks im Halbleitersektor für 2026, getrieben von steigenden Investitionen der Hyperscaler in Rechenzentren.
  • Goldman Sachs nahm die Aktie am 5. Januar in die "U.S. Conviction List" auf – ein Ritterschlag, der nur den überzeugendsten Kaufideen vorbehalten ist.
  • Bank of America hatte Broadcom bereits Mitte Dezember 2025 zu den favorisierten Chip-Titeln für 2026 gezählt.

KI-Story überlagert Gegenwind

Dass die Aktie zuletzt unter Druck stand, lag vor allem an zwei Faktoren: Sorgen über schrumpfende Margen und geopolitische Spannungen, etwa durch Berichte, wonach China ausländische Cybersecurity-Tools ersetzen will. Doch die Analysten sehen diese Themen als zweitrangig an.

Im Mittelpunkt steht für sie die enorme Nachfrage nach Broadcoms maßgeschneiderten KI-Chips (XPUs) und Netzwerkkomponenten – Schlüsseltechnologien für den Ausbau von KI-Rechenzentren. Die KI-Erlöse des Unternehmens sind im Geschäftsjahr 2025 deutlich gestiegen. Für das erste Quartal 2026 erwartet Broadcom eine Verdopplung der KI-Umsätze im Jahresvergleich, getrieben durch Großkunden wie Alphabet und Meta.

Blick auf die Quartalszahlen

Die nächste Bewährungsprobe folgt am 5. März 2026, wenn Broadcom seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegt. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt die Aktie aktuell mit "Buy" oder "Strong Buy". Charttechnisch hat sich das Bild zuletzt aufgehellt: Die Aktie notiert über den wichtigen gleitenden Durchschnitten und zeigt kurzfristig wieder Momentum. Ob sich die optimistischen Prognosen bestätigen, wird sich spätestens Anfang März zeigen.

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