Brinker International hat zuletzt mit einer angehobenen Jahresprognose für positive Schlagzeilen gesorgt, doch hinter den Kulissen zeigt sich ein differenziertes Bild. Während namhafte institutionelle Investoren ihre Positionen deutlich ausbauen, trennten sich Führungskräfte des Unternehmens zuletzt in beträchtlichem Umfang von ihren Papieren. Es stellt sich die Frage, ob die operative Stärke der Kernmarken ausreicht, um den zunehmenden Kostendruck in der Gastronomiebranche dauerhaft zu kompensieren.

Institutionelle Käufe vs. Insider-Verkäufe

Die jüngsten Pflichtmitteilungen offenbaren eine gegenläufige Dynamik im Aktionärskreis. Hillsdale Investment Management hat sein Engagement bei der Restaurant-Holding deutlich verstärkt und die Beteiligung um rund 55 Prozent auf nun 53.200 Aktien ausgebaut. Im Gegensatz dazu nutzten Unternehmensinsider das Kursniveau im vergangenen Quartal für Verkäufe. Insgesamt stießen Führungskräfte Aktien im Wert von rund 15,7 Millionen USD ab.

An der Börse spiegelte sich diese Uneinigkeit zuletzt in einer moderaten Korrektur wider. Am Freitag gab das Papier um 2,72 Prozent auf 146,52 USD nach, womit die Aktie weiterhin innerhalb ihrer breiten 52-Wochen-Spanne zwischen rund 100 USD und 187 USD notiert.

Operative Stärke bei Chili’s

Operativ stützt sich das Unternehmen vor allem auf die positive Entwicklung seiner Kernmarke Chili’s. Hier konnte Brinker im zweiten Geschäftsquartal ein deutliches Plus bei den vergleichbaren Umsätzen von 8,6 Prozent erzielen. Dieser Zuwachs war entscheidend, um Schwächen bei der Marke Maggiano’s aufzufangen, die einen Rückgang von 2,4 Prozent hinnehmen musste.

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Trotz negativer Einmaleffekte durch den Wintersturm "Fern", der das Ergebnis je Aktie schätzungsweise mit 0,15 USD belastete, blickt das Management optimistisch nach vorne. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben: Das Unternehmen erwartet nun einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 10,45 USD und 10,85 USD bei einem Gesamtumsatz von bis zu 5,83 Milliarden USD.

Ausblick und Marktumfeld

Das Marktumfeld bleibt jedoch herausfordernd, wie aktuelle Daten der Konkurrenz zeigen. So prognostizierte der Mitbewerber Texas Roadhouse erst kürzlich eine Inflation bei Rohstoffen von etwa 7 Prozent für das laufende Jahr. Brinker muss beweisen, dass die Preisgestaltung und das Volumenwachstum bei Chili’s ausreichen, um diese steigenden Kosten abzufedern.

Investoren erhalten am 5. Mai 2026 neue Anhaltspunkte zur Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells. Dann wird Brinker das nächste finanzielle Update vorlegen und zeigen, ob die angehobenen Jahresziele trotz des inflationären Umfelds erreichbar bleiben.

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