BP Aktie: Aktionärsklage droht
Morgen läuft das Ultimatum ab. Die Klimaaktivisten-Gruppe Follow This hat BP bis zum 1. April Zeit gegeben, eine blockierte Aktionärsresolution in die Tagesordnung der Hauptversammlung aufzunehmen — andernfalls droht eine Klage vor dem High Court.
Der Streit um die Resolution
Hinter dem Ultimatum stehen 16 institutionelle Investoren mit einem verwalteten Vermögen von über einer Billion Euro. Ihre Resolution, ursprünglich im Januar eingereicht, verlangt von BP eine Erklärung, wie der Konzern den Aktionärswert bei langfristig sinkender Öl- und Gasnachfrage schützen will. BP hatte zunächst bestätigt, dass die Einreichungsschwelle erreicht wurde — und ruderte dann zurück. Der Konzern argumentiert, die Formulierung sei nicht mit dem Companies Act oder den eigenen Satzungsregeln vereinbar.
Für Follow This ist das ein Novum. Seit 2016 hat die Gruppe fünf Resolutionen bei BP eingereicht, alle wurden zur Abstimmung zugelassen. Dass ein FTSE-100-Unternehmen eine ansonsten zulässige Aktionärsresolution blockiert, sei ohne modernen Präzedenzfall, so die Gruppe. Die Anwaltskanzlei Mishcon de Reya bezeichnete BPs Vorgehen in einem Schreiben als „pauschale Ausschlusspolitik", die mit den gesetzlichen Aktionärsrechten unvereinbar sei.
Führungswechsel und Quartalszahlen im Blick
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?
Der Zeitpunkt ist heikel. Am selben Tag, an dem das Ultimatum ausläuft, übernimmt die frühere Woodside-Chefin Meg O'Neill offiziell die Führung bei BP. Die Hauptversammlung folgt am 23. April, die Quartalszahlen für Q1 2026 sind für den 28. April angesetzt.
Parallel läuft eine umfangreiche Portfolio-Restrukturierung. BP hat den Verkauf seiner Gelsenkirchener Raffinerie an die Klesch Group vereinbart und steuert auf Kosteneinsparungen von 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar bis 2027 zu. Von dem geplanten Devestitionsprogramm über 20 Milliarden Dollar wurden bereits mehr als 11 Milliarden Dollar angekündigt oder abgeschlossen.
An der Börse spiegelt sich der Governance-Streit bislang kaum wider. Raymond James erhöhte das Kursziel für die BP-Aktie von 40 auf 52 US-Dollar und begründete dies mit höheren Rohstoffpreisannahmen sowie einer attraktiven Bewertung. Die Aktie notiert heute auf einem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn rund 34 Prozent zugelegt.
Wie BP auf das Ultimatum reagiert, dürfte Signalwirkung für die gesamte britische Hauptversammlungssaison 2026 haben — insbesondere für die Frage, wie weit Unternehmen bei der Selektion von Aktionärsanträgen gehen können.
BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








