Gleich drei Führungskräfte von BorgWarner haben am 13. Februar 2026 Aktien des Unternehmens im Gesamtwert von rund 2,4 Millionen Dollar abgestoßen. Die koordinierten Verkäufe fallen in eine Phase, in der die Aktie bereits deutlich gestiegen ist – allein in den vergangenen sechs Monaten um 52,8 Prozent.

Executive Vice President Tania Wingfield trennte sich von 17.867 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 63,43 Dollar. Tonit M. Calaway, die als General Counsel und Secretary fungiert, veräußerte 16.000 Papiere zu durchschnittlich 65,08 Dollar. Vice President Isabelle McKenzie verkaufte weitere 3.500 Aktien zu etwa 63,26 Dollar. Nach den Transaktionen halten die drei Führungskräfte noch insgesamt 354.489 Aktien.

Bewertung gibt Anlass zur Vorsicht

Die Verkäufe erfolgen zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 48,4 erscheint die Aktie laut Analystendaten überbewertet. Die Papiere handeln aktuell bei 61,96 Dollar – nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 70,08 Dollar. Technische Indikatoren deuten auf überkaufte Bedingungen hin.

Dennoch zeigt sich das Unternehmen operativ stark. Im vierten Quartal 2025 übertraf BorgWarner die Erwartungen deutlich: Der Gewinn je Aktie lag bei 1,35 Dollar statt der prognostizierten 1,18 Dollar. Auch der Umsatz von 3,57 Milliarden Dollar übertraf die Schätzung von 3,51 Milliarden Dollar.

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Strategischer Umbau läuft

Besonders bemerkenswert ist die strategische Neuausrichtung des Konzerns. Der traditionelle Automobilzulieferer positioniert sich zunehmend im Geschäft mit KI-Rechenzentren. Diese Transformation bewog die Deutsche Bank Anfang des Jahres zu einer deutlichen Aufwertung: Das Rating wurde von "Hold" auf "Buy" angehoben, das Kursziel nahezu verdoppelt – von 46 auf 82 Dollar.

Analyst Edison Yu bezeichnet den Schritt als Wandel von einem klassischen Tier-1-Antriebsstrang-Lieferanten zu einem diversifizierten Multi-Industrie-Konzern. Die Insiderverkäufe könnten daher auch strategische Portfolioumschichtungen der Führungskräfte widerspiegeln, nachdem sich ihre Aktienpakete im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt haben.

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