BMW sendet zum Wochenausklang ein starkes operatives Signal. Während der Aktienkurs im bisherigen Jahresverlauf schwächelte, räumt der Konzern regulatorische Hürden souverän aus dem Weg und justiert gleichzeitig die Führung im wichtigsten Einzelmarkt neu. Kann die fundamentale Stärke die jüngste Korrektur am Aktienmarkt stoppen?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Klimaziele: CO2-Flottenwert auf 90,0 g/km gesenkt (Ziel: 92,9 g/km)
  • China-Strategie: Christian Ach übernimmt ab April die Leitung
  • Preismacht: Basispreis des iX3 steigt auf 70.900 Euro
  • Produktion: Modelljahr 2026 laut Unternehmenskreisen fast ausverkauft

EU-Vorgaben souverän gemeistert

Ein zentraler Risikofaktor für Automobilhersteller sind die drohenden Strafzahlungen bei Verfehlung der EU-Klimaziele. BMW hat dieses Risiko für das Jahr 2025 eliminiert. Der Konzern senkte die CO2-Emissionen seiner Neuwagenflotte um 9,5 Prozent auf 90,0 Gramm pro Kilometer und blieb damit deutlich unter dem Grenzwert von 92,9 Gramm.

Besonders wichtig für die Bewertung der technologischen Substanz: Die Münchner erreichten dies aus eigener Kraft. Anders als einige Wettbewerber musste BMW nicht auf das sogenannte "Pooling" – den Zukauf von Emissionsrechten anderer Hersteller – zurückgreifen. Treiber dieser Entwicklung war der hohe Anteil vollelektrischer Fahrzeuge, der in der EU bei 26,3 Prozent lag.

Neuaufstellung für den Schlüsselmarkt China

Parallel zu den Emissionsdaten kündigte der Konzern eine strategische Personalrochade an. Christian Ach, bisher verantwortlich für den deutschen Markt, wird zum 1. April 2026 neuer CEO der BMW Group Region China. Er löst Sean Green ab.

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Diese Neubesetzung unterstreicht die Dringlichkeit, mit der BMW auf die veränderten Wettbewerbsbedingungen in Asien reagiert. Auch global werden die Strukturen angepasst: Tim Beltermann übernimmt den deutschen Markt, während Maru Escobedo ab März die Region Lateinamerika verantwortet.

Preismacht trotz Marktumfeld

Dass die Nachfrage nach den Premium-Modellen intakt ist, zeigt die Entwicklung bei der "Neuen Klasse". Kurz vor dem Auslieferungsstart im März 2026 hob BMW den Einstiegspreis für den neuen iX3 in Deutschland um 2.000 Euro an. Trotz dieser Anpassung ist die Produktion für das laufende Jahr laut Berichten bereits nahezu vollständig vergeben. Dies deutet auf eine robuste Preissetzungsmacht hin, die in einem von Rabatschlachten geprägten Marktumfeld ein wichtiges Qualitätsmerkmal darstellt.

Charttechnik: Unterstützung hält

Die operative Stärke trifft auf eine technisch angeschlagene, aber sich stabilisierende Aktie. Mit einem Schlusskurs von 87,22 Euro verzeichnet das Papier auf Monatssicht zwar ein Minus von 6,52 Prozent, konnte jedoch eine wichtige langfristige Unterstützung verteidigen. Der Kurs notiert aktuell oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts, der bei 85,03 Euro verläuft.

Mit einem RSI von 36,7 ist die Aktie zudem weit davon entfernt, als überkauft zu gelten. Für Anleger wird nun entscheidend sein, ob der erfolgreiche Auslieferungsstart des iX3 im März die positive operative Entwicklung im Aktienkurs bestätigen kann.

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