BMW Aktie: Transformation auf Kosten der Marge
BMW verabschiedet sich vom i4. Der Münchener Automobilhersteller bereitet das Produktionsende des Elektro-Modells vor, um Kapazitäten für die „Neue Klasse" freizuräumen — jene Plattformarchitektur, auf der ab der zweiten Jahreshälfte 2026 der neue i3 im Werk München anlaufen soll. Ein klarer Richtungswechsel, der allerdings in einem schwierigen Marktumfeld stattfindet.
Gedämpfte Erwartungen für 2026
RBC Capital Markets hat das Kursziel für BMW von 86 auf 84 Euro gesenkt und das Neutral-Rating „Sector Perform" bestätigt. Die Analysten rechnen für das Automobilsegment mit einem EBIT von rund 5,19 Milliarden Euro, belastet durch Rohstoffpreise und Wechselkurseffekte im Umfang von 500 bis 750 Millionen Euro. Der Vorstand selbst peilt eine operative Marge zwischen 4 und 6 Prozent an — wobei mögliche Zollbelastungen davon noch einmal bis zu 1,25 Prozentpunkte abknabbern könnten.
Die Aktie notiert zuletzt bei 75,16 Euro und damit rund 13 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts. Seit Jahresbeginn hat der Titel mehr als ein Fünftel seines Wertes eingebüßt.
Spartanburg als Schutzschild
Beim Thema US-Zölle ist BMW strukturell besser aufgestellt als viele Wettbewerber. Das Werk in Spartanburg, South Carolina, produzierte im vergangenen Jahr rund 413.000 Fahrzeuge — mehr als die Hälfte davon blieb direkt im amerikanischen Markt. Dieser Lokalisierungsgrad reduziert die Zollexposition spürbar und verschafft BMW einen Vorteil gegenüber Mercedes-Benz oder Porsche, die stärker auf Importe angewiesen sind.
Absatz zweigeteilt, Umbau läuft
Das Geschäftsjahr 2025 offenbarte eine gespaltene Absatzlage: In China brach der Absatz um 12,5 Prozent auf rund 625.500 Fahrzeuge ein, während Europa (+7,3 Prozent) und die USA (+5,0 Prozent) zulegen konnten. Unterm Strich lieferte die Kernmarke 2,17 Millionen Fahrzeuge aus — ein leichtes Minus von 1,4 Prozent.
Ab 2027 sollen die neuen Plattformmodelle auch in den USA eingeführt werden. Gelingt der Hochlauf der „Neuen Klasse" planmäßig, könnte das die Margenschwäche der Übergangsphase mittelfristig ausgleichen. Bis dahin bleibt der Titel unter dem Druck eines aufwendigen Umbaus in einem herausfordernden Umfeld.
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