Die Expertenmeinungen gehen zum Wochenstart weit auseinander. Während die US-Großbank JPMorgan am heutigen Montag überraschend optimistisch auf den Problemmarkt China blickt, warnte Barclays erst kürzlich vor tiefgreifenden Risiken. Die Diskrepanz zwischen Analystenerwartung und realen Absatzzahlen könnte für Anleger kaum größer sein.

  • JPMorgan: Bestätigt "Overweight" und sieht Stabilisierung in Fernost.
  • Realitätscheck: Absatz in China brach im vierten Quartal um fast 16 Prozent ein.
  • Hoffnungsträger: Serienproduktion der "Neuen Klasse" läuft an.

JPMorgan gegen den Trend

In einem herausfordernden Marktumfeld setzt Analyst Jose Asumendi von JPMorgan ein klares Zeichen der Zuversicht. Er bestätigte heute das Rating "Overweight" und beließ das Kursziel bei 89 Euro. Im Fokus seiner Analyse steht ausgerechnet China. Entgegen der vorherrschenden Skepsis prognostiziert er dort eine Stabilisierung der Absatzvolumina. Diese Bodenbildung bewertet Asumendi als strategisch entscheidend, selbst wenn sie kurzfristig Kosten verursacht.

Mit dieser Einschätzung stellt sich die US-Bank gegen die Stimmung bei Barclays. Die britischen Analysten hatten den Titel bereits am Freitag auf "Underweight" herabgestuft und das Kursziel auf 82,50 Euro gekappt. Sie sehen strukturelle Risiken und bezweifeln, dass die Margenziele ohne weitere Einschnitte haltbar sind. Brisant ist dabei der Blick auf den aktuellen Kurs von 91,10 Euro: Die BMW-Aktie notiert damit derzeit über den Kurszielen beider Großbanken, was das Rückschlagspotenzial unterstreicht.

Harte Fakten belasten die Bilanz

Die optimistische Prognose von JPMorgan trifft auf ernüchternde Verkaufszahlen. Die Daten für das vierte Quartal 2025 zeigen, wie schwierig die Lage tatsächlich ist. Weltweit sanken die Auslieferungen um 4,1 Prozent. Verantwortlich dafür war primär der Einbruch in China um massive 15,9 Prozent, ausgelöst durch einen intensiven Preiskampf. Auch in den USA verzeichnete der Konzern ein Minus von 4,6 Prozent.

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Einzig Europa erwies sich als stabiler Anker. Ein Zuwachs von 4 Prozent auf dem Heimatkontinent rettete dem Konzern über das Gesamtjahr 2025 ein leichtes globales Absatzplus von 0,5 Prozent. Die charttechnische Situation spiegelt diese Unsicherheit wider: Seit Jahresanfang verlor das Papier 4,79 Prozent an Wert und kämpft derzeit darum, den 50-Tage-Durchschnitt von 91,43 Euro zurückzuerobern.

Zeitplan für die Wende steht

Um die Abhängigkeit von aktuellen Konjunkturschwankungen zu verringern, richtet sich der Blick auf die technologische Erneuerung. Auf der CES 2026 stand der iX3 als Vorbote der "Neuen Klasse" im Fokus. Entscheidend für die Margenerholung ab 2026/2027 ist der nun anlaufende Produktionshochlauf. Im ungarischen Werk Debrecen startete die Fertigung des iX3 bereits Ende 2025. Für das Stammwerk in München ist der Produktionsstart der Limousine für den Sommer 2026 terminiert. Gelingt diese gestaffelte Einführung reibungslos, könnten effizientere Plattformen die Profitabilität wieder steigern.

Für Anleger bleibt die Situation eine Geduldsprobe. Die Aktie handelt aktuell über den fundamentalen Zielen der Analysten, während die operativen Daten aus China noch keine Entwarnung geben. Die Bestätigung durch JPMorgan bietet zwar psychologische Unterstützung, doch erst wenn der Produktionshochlauf im Sommer 2026 greifbare Ergebnisse liefert oder sich die China-Zahlen tatsächlich stabilisieren, erhält der Kurs ein neues fundiertes Fundament.

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