Der Münchner Autobauer BMW verzeichnet für seinen neuen iX3 eine Nachfrage, die selbst optimistische Prognosen in den Schatten stellt. Während der Aktienkurs im laufenden Jahr noch nach Richtung sucht, zwingen volle Auftragsbücher das Management zu einer vorzeitigen Produktionsausweitung. Kann dieser operative Erfolg die Skepsis der Anleger bezüglich des China-Geschäfts überwinden?

Produktion muss hochgefahren werden

Der Start der „Neuen Klasse“ verläuft besser als geplant. Berichten zufolge muss das Werk im ungarischen Debrecen früher als vorgesehen eine dritte Schicht einführen, um die hohe Nachfrage zu bedienen. Besonders bemerkenswert ist das blinde Vertrauen der Kunden: Testfahrten sind erst ab März möglich, dennoch sind die Bücher voll.

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Die Details zum Auftrags-Boom:

  • Ausverkauft: Das Kontingent für Europa ist bis Ende 2026 nahezu vergriffen.
  • Eroberungsrate: Jeder dritte Besteller in Deutschland ist ein Neukunde für die Marke.
  • Kapazität: Das Werk steuert auf eine Jahresproduktion von 150.000 Einheiten zu.
  • Zeitplan: Die Fertigung lief bereits Ende Oktober 2025 an.

Diese Daten deuten darauf hin, dass BMW mit dem iX3 Marktanteile von der Konkurrenz abzieht und die Strategie der neuen Plattform bei den Konsumenten verfängt.

Diskrepanz zwischen Kurs und Auftragslage

Trotz der positiven Nachrichtenlage spiegelt der Aktienkurs diese Euphorie bisher nicht wider. Das Papier notiert aktuell bei 87,92 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von 8,11 Prozent. Technisch wirkt der Titel angeschlagen: Der Kurs bewegt sich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 91,78 Euro, was den kurzfristigen Abwärtstrend bestätigt.

Ein Grund für die Zurückhaltung der Börse liegt in den gemischten Absatzzahlen des vierten Quartals 2025. Während Europa zulegte (+4 Prozent), brach der Absatz im wichtigen chinesischen Markt um 15,9 Prozent ein. Auch in den USA verzeichnete der Konzern einen Rückgang.

Analysten uneinig, Management kauft

Diese Gemengelage spaltet die Experten. Während Bernstein SocGen das Kursziel aufgrund des iX3-Erfolgs auf 115 Euro anhob, senkte die UBS ihr Ziel auf 93 Euro und stufte die Aktie auf „Neutral“ herab. Die Sorgen um die Margen im China-Geschäft wiegen dort schwerer als der Absatzerfolg in Europa.

Das Management hingegen sendet ein klares Signal der Stärke: Das Aktienrückkaufprogramm wird konsequent fortgesetzt. Allein Mitte Januar 2026 erwarb der Konzern 235.000 eigene Aktien zu Kursen um die 90 Euro. Parallel dazu hält BMW am Zeitplan für die US-Produktion fest. Trotz Verzögerungen bei einem Partner für Batteriezellen soll die E-Auto-Fertigung in Spartanburg wie geplant Ende 2026 starten.

Der Erfolg des iX3 muss sich nun in der Bilanz beweisen. Gelingt es BMW, die hohen Bestellvolumina effizient abzuarbeiten und die Schwäche in China zu kompensieren, könnte die aktuelle Bewertung nahe dem Jahrestief eine Gelegenheit darstellen.

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