BMW Aktie: Rekord und KI
Drittes Rekordjahr in den USA, dazu ein großer Auftritt auf der CES 2026 in Las Vegas: BMW verbindet stabile Nachfrage mit einer klaren Technologie-Story rund um KI und vernetzte Fahrzeuge. Wie gut passt diese Kombination aus starkem Kerngeschäft und digitalem Aufbruch zusammen?
US-Geschäft trotzt Zöllen
BMW hat 2025 in den USA 388.897 Fahrzeuge der Kernmarke verkauft. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber 2024 und markiert das dritte Rekordjahr in Folge auf dem wichtigen US-Markt.
Im Detail zeigt sich:
- US-Absatz 2025: 388.897 Fahrzeuge (+4,7 %)
- US-Absatz 2024: 371.346 Fahrzeuge
- Rekordserie: 3. Jahr in Folge mit neuem Höchststand
Im vierten Quartal 2025 war allerdings eine leichte Abkühlung zu erkennen. Mit 113.512 verkauften Fahrzeugen lag der Absatz 3,4 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Am Gesamtbild eines robusten US-Geschäfts ändert das wenig, signalisiert aber, dass das Wachstumstempo nicht beliebig hoch bleibt.
Ein wesentlicher Vorteil im aktuellen Umfeld: die starke lokale Fertigung. Das Werk in Spartanburg (South Carolina) ist der größte Produktionsstandort im BMW-Verbund. Diese US-Präsenz federt die Belastung durch Importzölle ab, die unter der Trump-Administration vor allem deutsche Hersteller treffen. Für BMW erweist sich die früh aufgebaute Kapazität vor Ort damit als strategischer Pluspunkt.
Audi schwächelt – BMW setzt sich ab
Die relative Stärke der Münchner zeigt sich besonders im Vergleich zu Audi. Die VW-Tochter musste 2025 in den USA einen Absatzrückgang von 16 Prozent auf 164.942 Fahrzeuge hinnehmen.
Im vierten Quartal war der Einbruch bei Audi besonders deutlich:
- Q4-Absatz Audi 2025: 36.233 Fahrzeuge
- Veränderung ggü. Vorjahr: –36 %
Während BMW im Schlussquartal nur einen moderaten Rückgang verzeichnete, geriet Audi deutlich stärker unter Druck. Das unterstreicht, dass BMWs US-Strategie aus lokaler Produktion und Modellmix derzeit besser trägt.
CES 2026: KI im Mittelpunkt
Parallel zu den Absatzzahlen nutzt BMW die CES 2026 für einen Technologie-Aufschlag. Herzstück ist der neue iX3 als erstes Modell der „Neuen Klasse“, die als Plattform für Elektrifizierung, Software und digitale Dienste dient.
Auf der Messe rückt BMW insbesondere seine KI-Offensive in den Vordergrund:
- Der neue iX3 zeigt die nächste Generation des BMW Operating System X mit Panoramic iDrive.
- Das System soll Software, Infotainment und Assistenzfunktionen stärker verknüpfen.
- Die „Neue Klasse“ dient als Träger dieser Technologien für eine breite Modellpalette.
Bereits auf der CES 2025 hatte BMW das Panoramic iDrive vorgestellt. Nun können Besucher es im iX3 erstmals in einem Serienfahrzeug erleben. Bis 2027 sollen die Technologien der Neuen Klasse in insgesamt 40 neuen Modellen und Modell-Updates ankommen – ein klarer Hinweis, dass BMW das Thema nicht als Nischenprojekt versteht, sondern als Standard für die nächste Modellgeneration.
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Alexa+ und LLM: Sprachsteuerung wird zentral
Ein weiterer Baustein der Strategie ist die tiefere Integration von Sprachassistenten. BMW bindet als weltweit erster Hersteller die Amazon-Technologie Alexa+ in seine Fahrzeuge ein.
Der BMW Intelligent Personal Assistant wird dafür mit einem Large Language Model (LLM) gekoppelt. Das System soll:
- natürlichere Dialoge ermöglichen,
- komplexere Anfragen verstehen
- und eigenständig Antworten formulieren.
Der Rollout ist ab der zweiten Jahreshälfte 2026 geplant – zunächst in Deutschland und den USA. Voraussetzung sind Fahrzeuge mit BMW Operating System 9 und X. Damit betont BMW, dass künftige Funktionen zunehmend über Softwareplattformen und nicht über einzelne Modelle definiert werden.
Kursbild: Stabil nach oben gerichtet
Die Meldungen schlagen sich bisher in einem ruhigen, aber konstruktiven Kursbild nieder. Heute notiert die BMW-Aktie bei 94,02 Euro, leicht über dem Vortagesschluss von 93,80 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 0,77 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Zuwachs bei rund 18,5 Prozent.
Damit bewegt sich der Titel nur gut 3 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 97,12 Euro. Gleichzeitig verläuft die Aktie klar über ihren wichtigen Durchschnittslinien:
- 50-Tage-Durchschnitt: 90,80 € (Aktie ca. 3,5 % darüber)
- 200-Tage-Durchschnitt: 83,26 € (Aktie knapp 13 % darüber)
Der 14-Tage-RSI liegt bei 36,7 und damit im neutralen Bereich, leicht unterhalb der Mitte. Die 30-Tage-Volatilität von gut 21 Prozent signalisiert ein moderates Schwankungsniveau, typisch für einen großen Autotitel.
China-Offensive und Terminkalender
Neben den USA und der Technologiepräsentation richtet BMW den Blick klar auf China. Im Werk Shenyang ist die Testproduktion des iX3 mit langem Radstand für den chinesischen Markt angelaufen. Die Serienfertigung soll 2026 starten und damit das Angebot speziell auf lokale Anforderungen ausrichten.
Wichtige nächste Termine sind bereits gesetzt:
- 12. März 2026: Veröffentlichung der Zahlen für Q4 2025 und das Gesamtjahr
- 13. Mai 2026: Hauptversammlung mit Amtsübergabe an den neuen CEO Milan Nedeljković
- 14. Mai 2026: Offizieller Wechsel an der Spitze von Oliver Zipse zu Nedeljković
Damit stehen in den kommenden Monaten zwei zentrale Themen im Fokus: Die konkreten Finanzkennzahlen zum Jahresabschluss 2025 und die strategische Ausrichtung unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden. Für BMW wird entscheidend sein, den aktuellen Mix aus soliden Absätzen und ambitionierter KI- und Softwarestrategie unter der neuen Führung nahtlos fortzuführen.
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