Eine turbulente Woche endet für BMW mit einem versöhnlichen Ausklang. US-Präsident Donald Trump nahm seine Zolldrohungen gegen europäische NATO-Staaten überraschend zurück – und verschaffte dem gesamten Autosektor damit eine kräftige Erholung. Gleichzeitig sorgt der neue BMW iX3 für positive Überraschungen: Die Vorbestellungen übertreffen die Erwartungen des Konzerns deutlich.

Die wichtigsten Fakten:
- Trump rudert bei Zolldrohungen zurück – Auto-Branchenindex erholt sich um 2,5 Prozent
- BMW iX3 verzeichnet unerwartet hohe Nachfrage, Produktion wird hochgefahren
- Analysten uneins: Kursziele zwischen 82 und 115 Euro
- Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig – 390.000 Aktien seit Januar erworben

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Geopolitische Entspannung treibt Kurs

Mitte Januar hatte Trump mit Strafzöllen gegen acht europäische Länder gedroht – Deutschland inklusive. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Der europäische Auto-Branchenindex stürzte auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen und Porsche gerieten massiv unter Druck.

Am Donnerstag dann die Wende. Trump entschärfte den Grönland-Konflikt und nahm seine Zolldrohungen zurück. Die Erleichterung an den Märkten war unmittelbar spürbar. Der Auto-Branchenindex führte die marktbreite Erholung an. BMW legte zeitweise um 2,5 Prozent zu.

iX3 überzeugt ohne Probefahrten

Für zusätzlichen Rückenwind sorgt die Nachfrageentwicklung beim neuen BMW iX3. Der Elektro-SUV der „Neuen Klasse" erhält deutlich mehr Vorbestellungen als kalkuliert. BMW beschleunigt die Produktion, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden.

Bemerkenswert: Viele Kunden ordern den iX3, obwohl Probefahrten noch gar nicht möglich sind. Das deutet auf ein hohes Vertrauen in die neue Elektro-Plattform hin.

Analysten gespalten

Die Einschätzungen der Analysten fallen unterschiedlich aus. Bernstein SocGen hob das Kursziel auf 115 Euro an und begründet dies mit dem Erfolg der „Neuen Klasse". Die Deutsche Bank hält am Kursziel von 103 Euro fest und bewertet die Aktie mit „Buy".

UBS hingegen stufte von „Buy" auf „Neutral" ab und senkte das Kursziel auf 93 Euro. Hauptgrund: Sorgen um das China-Geschäft. HSBC sieht die Aktie bei 82 Euro fair bewertet und rät zum „Hold". Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 91,58 Euro.

China bleibt Risikofaktor

Die UBS-Abstufung verdeutlicht das zentrale Risiko: Der wichtige chinesische Markt steht unter Druck. Lokale Hersteller wie BYD verschärfen den Wettbewerb. BMW musste die Preise für den neuen iX1 kurz nach Marktstart bereits senken – ein Zeichen für den intensiven Preiskampf im Elektrosegment.

Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm 2025/2027 planmäßig. Zwischen dem 12. und 18. Januar erwarb BMW 235.000 Stammaktien zu Durchschnittskursen zwischen 88,88 und 90,67 Euro. Seit Januar wurden insgesamt 390.000 Aktien für rund 36,7 Millionen Euro zurückgekauft. Am 12. März folgen die Zahlen zum ersten Quartal – dann wird sich zeigen, ob die positive iX3-Dynamik die China-Risiken kompensieren kann.

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