Starke Dividende, schwächere Margen und ein Führungswechsel im Mai — BMW hat nach der Jahreskonferenz ein vielschichtiges Bild hinterlassen. Die Analystengemeinschaft ist sich uneinig, wie viel Potenzial in der Aktie steckt.

Drei Banken, drei unterschiedliche Urteile

Am 13. März bestätigte die Deutsche Bank ihr Kaufurteil, senkte das Kursziel aber von 104 auf 100 Euro. Gleichzeitig stufte UBS die Aktie auf Neutral mit einem Ziel von 90 Euro herab. Barclays Capital geht noch weiter und vergab eine Underweight-Einstufung. Die Aktie notiert aktuell bei rund 81 Euro — rund 15 Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang.

Der Anlass für die Neubewertungen: BMW schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernumsatz von 133,45 Milliarden Euro ab, ein Rückgang von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge im Automobilsegment sank auf 5,3 Prozent. Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro konnten negative Volumen- und Preiseffekte zwar weitgehend auffangen — ein Wachstumssignal ist das aber nicht.

Positiv überrascht hat die Dividende: Trotz sinkender Gewinne schlägt BMW der Hauptversammlung am 13. Mai eine Anhebung auf 4,40 Euro je Stammaktie vor, gestützt durch einen robusten Cashflow. Außerdem plant das Unternehmen die Umwandlung aller Vorzugsaktien in stimmrechtswirksame Stammaktien — ein struktureller Schritt, der die Kapitalstruktur vereinfacht.

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China schwächelt, die Neue Klasse soll es richten

Der Absatzrückgang in China von 12,5 Prozent bleibt die offensichtlichste Schwachstelle. Wachstum in Europa (+7,3 Prozent) und den Americas (+5,6 Prozent) konnte das ausgleichen — auch weil BMW mit seinem US-Werk einen Teil der Importzölle umgeht. Von rund 413.000 in den USA verkauften Fahrzeugen wurde die Hälfte lokal produziert.

Für 2026 erwartet BMW eine Belastung von rund 1,25 Prozentpunkten der EBIT-Marge durch Zölle. CFO Walter Mertl rechnet ab der zweiten Jahreshälfte mit Erleichterungen, sobald EU-Zölle auf US-Autos auf null sinken. Gleichzeitig läuft der Rollout der Neue-Klasse-Plattform an: Der elektrische iX3 hat die Nachfrageerwartungen des Managements bereits übertroffen, die Serienproduktion des i3 im Münchner Werk ist für das zweite Halbjahr geplant. Bis Ende 2027 sollen mehr als 40 neue oder aktualisierte Modelle folgen.

Noch ein weiterer Termin dürfte den Kurs kurzfristig bewegen: Am 23. März entscheidet der Bundesgerichtshof über eine Klage der Deutschen Umwelthilfe, die einen Verkaufsstopp für Verbrenner ab November 2030 anstrebt. BMW hält an seiner Strategie der technologischen Offenheit fest. Das Urteil könnte die Branchenstimmung spürbar beeinflussen — unabhängig vom Ausgang.

Ab dem 14. Mai führt Milan Nedeljkovic, bislang Produktionsvorstand und maßgeblich an der Neue-Klasse-Entwicklung beteiligt, das Unternehmen. Ob der Generationenwechsel an der Spitze das Vertrauen der Investoren stärkt, wird sich spätestens mit den ersten Halbjahreszahlen zeigen.

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