Bloom Energy Aktie: Rally auf dem Prüfstand
Nach einer Kursvervielfachung innerhalb weniger Monate prallt Bloom Energy nun spürbar an der Realität des Marktes ab. Auf die starke Aufwärtsbewegung folgt ein merklicher Dämpfer, der Anleger zur Neubewertung zwingt. Im Zentrum stehen dabei zwei Punkte: Wie nachhaltig ist der AI-getriebene Wachstumsschub – und rechtfertigt er die inzwischen sehr hohe Bewertung?
Bruch im Aufwärtstrend
Nach einer Serie kräftiger Kursgewinne hat der Markt zuletzt deutlich auf die Bremse getreten. Am Freitag schloss die Aktie bei 144,89 US‑Dollar und gab damit leicht nach, während die großen US‑Indizes zulegen konnten. Damit hat sich die Dynamik klar abgekühlt.
Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt die Performance beeindruckend: Auf 30-Tage-Sicht liegt der Kurs immer noch fast 58 % im Plus, seit Jahresbeginn beträgt das Plus knapp 47 %. Im Zwölfmonatsvergleich steht sogar ein Anstieg von über 445 % zu Buche. Die Aktie notiert nur rund 4,5 % unter ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch und mehr als doppelt so hoch wie ihr 200‑Tage-Durchschnitt – ein deutliches Zeichen für einen extrem überhitzten Trend.
Parallel dazu signalisiert der RSI von 92,1 klar überkaufte Bedingungen, während die 30‑Tage-Volatilität von über 80 % die hohen Kursschwankungen der vergangenen Wochen widerspiegelt. Der aktuelle Rücksetzer fügt sich damit eher in das Bild einer überdehnten Rally als in einen klassischen Trendbruch ein, markiert aber einen wichtigen Moment der Ernüchterung.
KI-Stromhunger als Treiber
Der Auslöser für die Kursrally liegt klar auf der Hand: Großaufträge im Umfeld von Künstlicher Intelligenz und Rechenzentren. Bloom Energy konnte milliardenschwere Vereinbarungen mit Schwergewichten wie American Electric Power und Brookfield abschließen. Im Kern geht es darum, Brennstoffzellenlösungen für große AI- und Datenzentrumsprojekte zu liefern.
Diese Deals adressieren einen der aktuell spannendsten Märkte überhaupt: den massiv steigenden Energiebedarf durch KI-Anwendungen. Serverfarmen benötigen enorme Mengen an zuverlässiger, möglichst planbarer Energie. Genau hier positioniert sich Bloom Energy mit seiner Technologie – ein Narrativ, das an der Börse in den vergangenen Wochen extrem gut ankam.
Die Folge: In kurzer Zeit wurde sehr viel Zukunftsfantasie in den Kurs eingepreist. Die Aktie hat sich seit ihrem 52‑Wochen-Tief vom Mai 2025 um über 900 % nach oben bewegt. Dass nach einem solchen Sprint Gewinnmitnahmen einsetzen und Anleger genauer hinsehen, überrascht kaum.
Die wesentlichen Fakten der jüngsten Entwicklung im Überblick:
- Kurzfristige Schwäche: Leichter Tagesrückgang nach vorheriger Rekordjagd
- Starke Trendbewegung: Rund +58 % auf 30‑Tage-Sicht, knapp +47 % seit Jahresbeginn
- Langfristige Rally: Mehr als +445 % in zwölf Monaten, enormer Abstand zu gleitenden Durchschnitten
- Treiber: Großaufträge im Bereich AI- und Datenzentrumsversorgung mit Brennstoffzellen
Bewertung gerät in den Fokus
Mit der Kursrally rückt nun die Bewertung ins Zentrum der Diskussion. Bloom Energy wird aktuell mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (Price-to-Sales, P/S) von 18,9 gehandelt. Damit liegt der Titel weit über dem Branchenschnitt der Elektroindustrie, der bei etwa 2,5 liegt. Die Aktie ist also fast ein Vielfaches teurer bewertet als typische Wettbewerber.
Hinzu kommt: Der Kurs notiert bereits oberhalb der durchschnittlichen Analystenkursziele sowie über dem geschätzten inneren Wert. Das deutet darauf hin, dass der Markt einen erheblichen Teil der erwarteten künftigen Wachstumsstory – insbesondere im KI- und Datenzentrumssegment – bereits vorweggenommen hat.
Der aktuelle Rücksetzer wirkt vor diesem Hintergrund wie ein logischer Zwischenschritt: Anleger gleichen die starke Story rund um AI-Stromnachfrage mit den nun sehr ambitionierten Bewertungskennzahlen ab. In den kommenden Wochen dürfte sich entscheiden, ob neue Aufträge, belastbare Wachstumszahlen und operative Fortschritte das aktuell hohe Bewertungsniveau stützen können – oder ob die Aktie einen Teil der jüngsten Übertreibung wieder abgibt.
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