Bloom Energy profitiert dort, wo der Stromhunger gerade am stärksten wächst: in Rechenzentren für KI. Diese Woche hat die Aktie ein neues Rekordniveau markiert – und der Markt scheint dem Brennstoffzellen-Spezialisten eine größere Rolle im Infrastruktur-Ausbau zuzutrauen. Doch wie solide ist das Fundament hinter der Rally?

Warum Rechenzentren plötzlich umdenken

Der Kern der Story ist weniger „Aktienhype“, sondern ein spürbarer Wandel bei der Energieplanung großer Datenzentren. In seinem Data Center Power Report 2026 (veröffentlicht am 20. Januar) hat Bloom Energy 152 Entscheider aus dem Rechenzentrums-Umfeld befragt. Das Ergebnis: Viele Betreiber wollen sich schneller und unabhängiger mit Strom versorgen – und damit weg von reiner Netz-Abhängigkeit.

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Wichtige Punkte aus dem Bericht:

  • Ein Drittel der Rechenzentren soll bis 2030 mit 100% Onsite-Strom laufen – laut Bloom ein deutlicher Sprung gegenüber der Umfrage sechs Monate zuvor.
  • 45% erwarten bis 2028 Gleichstrom-Architekturen (DC) in neuen Rechenzentren.
  • Texas entwickelt sich zum Magneten: Die dortige Rechenzentrums-Last soll bis 2028 auf 30% der gesamten US-Nachfrage steigen.
  • Klassische Standorte wie Kalifornien und Oregon könnten dabei relativ Marktanteile verlieren.

Bloom begründet das mit Zeitdruck: Wer KI-Kapazitäten aufbauen will, kann sich Verzögerungen beim Netzanschluss kaum leisten. Laut CMO Natalie Sunderland ziehen viele Projekte deshalb gezielt in Regionen, „wo Kapazität schneller gesichert werden kann“.

Partnerschaften – und der Markt glaubt an Skalierung

Bloom hat sich laut CNBC bereits als Partner in der KI-Infrastruktur-Landschaft positioniert. Genannt werden Kunden wie CoreWeave, Oracle, Equinix und American Electric Power (AEP). Zusätzlich soll eine im Oktober 2025 angekündigte strategische Partnerschaft über 5 Mrd. USD mit Brookfield Asset Management Bloom als bevorzugten Anbieter für Onsite-Strom in Brookfields KI-Infrastruktur-Portfolio platzieren.

Operativ verweist das Unternehmen auf 1,5 GW installierte Brennstoffzellen-Kapazität in mehr als 1.200 Installationen weltweit. Außerdem: Im Oktober 2025 platzierte Bloom 2,2 Mrd. USD an Wandelanleihen, was laut Text die Bilanz für weiteres Wachstum stärken soll. Parallel gibt es Pläne, die Produktionskapazität bis Dezember 2026 auf 2 GW hochzufahren.

Kurs, Analysten – und der nächste Prüfstein

Nach dem jüngsten Schub notiert die Aktie nahe ihrem Rekordbereich: Auf Sicht von 12 Monaten liegt das Plus bei 592,83%. Das unterstreicht, wie stark Investoren das Thema Rechenzentrums-Stromversorgung derzeit spielen.

An der Wall Street wurde zuletzt ebenfalls nachjustiert: Baird hob das Kursziel am 27. Januar auf 172 USD (zuvor 157 USD), während RBC am 20. Januar 143 USD ansetzte. Zudem starteten Barclays (Equal Weight) und China Renaissance (Buy) am 28. Januar die Beobachtung.

Der nächste konkrete Termin folgt schnell: Am 5. Februar 2026 legt Bloom Energy die Q4/2025-Zahlen nach US-Börsenschluss vor, anschließend ist eine Analystenkonferenz für 23:00 Uhr deutscher Zeit (5:00 p.m. ET) angekündigt. Genau dort muss das Unternehmen zeigen, ob die hohe Erwartung an die Rechenzentrums-Nachfrage auch finanziell sauber untermauert wird.

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