Bloom Energy Aktie: Analystenausblick
Bloom Energy rückt mit gleich mehreren Nachrichten in den Fokus: Ein klar terminierter Ausblick auf die nächsten Quartalszahlen, ein Strategiepapier zum Datenzentrum-Boom und ein großer institutioneller Investor, der sein Engagement offenlegt. Im Kern geht es um die Frage, ob Bloom seine Rolle als Energielieferant für KI- und Datenzentren operativ untermauern kann. Genau das wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Starker Lauf an der Börse
Die Aktie hat in den vergangenen Wochen eine außergewöhnliche Rally hingelegt. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von rund 65 Prozent, in den letzten zwölf Monaten summiert sich der Zuwachs auf über 500 Prozent. Der Kurs liegt damit praktisch auf Höhe des 52‑Wochen-Hochs, was die hohen Erwartungen des Marktes widerspiegelt.
Nächster Termin: Quartalszahlen am 5. Februar
Bloom Energy hat am 21. Januar angekündigt, die Zahlen für das vierte Quartal 2025 am Donnerstag, den 5. Februar 2026, nach US-Börsenschluss zu veröffentlichen. Am selben Tag findet um 14:00 Uhr Pacific Time eine Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten statt.
Dieser Termin gilt als wichtiger Prüfstein. Investoren warten vor allem auf konkrete Details zur Umsetzung mehrerer Milliardenverträge, die zuletzt für Fantasie gesorgt haben. Im Fokus stehen dabei der Zeitplan für die Auslieferung der Systeme sowie die Entwicklung der Margen in diesem Großkundengeschäft.
Fokus auf Datenzentren untermauert
Parallel zur Terminbekanntgabe veröffentlichte Bloom am 21. Januar den „2026 Data Center Power Report“. Grundlage ist eine Befragung von Entscheidern in der Branche. Das zentrale Ergebnis: Datenzentrumsbetreiber investieren zunehmend in eigene Stromerzeugung vor Ort, um weniger abhängig von klassischen Versorgernetzen zu sein.
Laut Studie ist die Verfügbarkeit von Strom inzwischen einer der wichtigsten Faktoren bei der Standortwahl für neue Rechenzentren. Bis 2030 dürfte den Erhebungen zufolge etwa ein Drittel aller Datenzentren auf Onsite-Stromerzeugung setzen. Damit stützt der Bericht direkt Blooms strategische Ausrichtung, seine Festoxid-Brennstoffzellen als Lösung für den steigenden Energiehunger von KI- und Datenzentren zu positionieren.
Milliardenverträge als Story-Treiber
Die aktuelle Kursstärke ist eng mit dieser Erzählung verknüpft. Bloom wird vom Markt als möglicher Schlüsselspieler gesehen, um die stark wachsenden, oft netzkritischen Lasten aus dem KI-Bereich abzusichern.
Konkret verweist das Unternehmen auf mehrere Großabkommen:
- Ein Deal über 2,65 Milliarden US‑Dollar mit American Electric Power
- Eine Partnerschaft mit Brookfield im Volumen von 5 Milliarden US‑Dollar zur Versorgung von KI-Datenzentren
Diese Verträge gelten als Beleg dafür, dass die Technologie von Bloom nicht nur konzeptionell, sondern auch kommerziell gefragt ist. Entscheidend wird nun, in welchem Tempo diese Projekte realisiert werden und wie profitabel das Geschäft ausfällt.
BlackRock steigt groß ein
Zusätzlichen Rückenwind gibt eine Meldung zur Aktionärsstruktur: Ein bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichter Schedule‑13G/A-Bericht vom 21. Januar 2026 zeigt, dass BlackRock zum 31. Dezember 2025 einen Anteil von 9,4 Prozent an Bloom Energy hielt. Das entspricht 22.345.779 Aktien.
Wichtig dabei: Laut Einreichung werden die Papiere im normalen Geschäftsbetrieb gehalten, nicht mit dem Ziel, die Kontrolle über das Unternehmen zu beeinflussen. Dennoch signalisiert eine Beteiligung in dieser Größenordnung deutliches institutionelles Interesse an der Rolle von Bloom in der Energiewende rund um Datenzentren und KI.
Bewertung und Analystensicht
Die starke Kursentwicklung bleibt auch dem Analystenkonsens nicht verborgen. Per 21. Januar 2026 lag die Bewertung von 20 Analysten im Schnitt bei „Hold“. Das reflektiert eine gewisse Zurückhaltung: Einerseits haben die jüngsten Großaufträge und die Datenzentrums-Story für großen Optimismus gesorgt, andererseits preist der Markt bereits beträchtliches zukünftiges Wachstum ein.
Damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob die operative Entwicklung mit dem Tempo der Kurserholung mithalten kann. Der deutlich über dem langfristigen Durchschnitt liegende Kurs und die sehr starke 12‑Monats-Performance deuten auf einen Bewertungsaufschlag hin, der nun mit harten Zahlen unterlegt werden muss.
Der entscheidende nächste Schritt
Der nächste klare Katalysator ist die Ergebnisvorlage am 5. Februar inklusive Conference Call. Dann muss Bloom liefern: konkrete Aussagen zur Umsetzung der Milliardenverträge, zu den geplanten Inbetriebnahmen in den kommenden Quartalen und zu den Margen im Datenzentrumsgeschäft. Bestätigen die Zahlen und Ausblicke die bisherige Story, könnte die aktuelle Bewertung eine solide Grundlage bekommen; bleiben die Details hinter den Erwartungen zurück, ist nach der extremen Rally Korrekturpotenzial vorhanden.
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