BlackRock TCP Capital Aktie: Schock für Anleger
Ein vorläufiger Blick auf das vierte Quartal 2025 offenbart eine massive Wertvernichtung bei BlackRock TCP Capital. Die Business Development Company (BDC) meldete einen geschätzten Einbruch des Nettoinventarwerts (NAV) pro Aktie um 19%. Dieser drastische Rückgang wurde durch gravierende Probleme bei sechs Portfoliounternehmen ausgelöst und stellt einen außergewöhnlichen Vertrauensverlust für ein Unternehmen dar, das bisher als stabiler Einkommensgenerator galt.
Massive Abschreibungen belasten Bilanz
Der Kern des Problems liegt in einer plötzlichen Verschlechterung der Kreditqualität. Rund zwei Drittel des NAV-Rückgangs, etwa 1,11 US-Dollar pro Aktie, sind direkt auf Abschreibungen bei spezifischen Investments zurückzuführen. Besonders betroffen sind die Portfoliounternehmen Edmentum, Razor, SellerX, Renovo Home Partners, Hylan und InMobi.
Die Auswirkungen auf die Kreditmetriken sind erheblich. Der Anteil notleidender Kredite, bei denen der Schuldner keine Zinsen mehr zahlt, stieg auf etwa 4,0 % des Portfolios zum beizulegenden Zeitwert und sogar auf 9,6 % zu Anschaffungskosten. Dies ist eine deutliche Verschlechterung für ein Kreditinstitut, das für seine Dividenden auf stabile Zinseinnahmen angewiesen ist.
Trotz der Wertberichtigungen schätzt das Unternehmen das Nettoanlageeinkommen (NII) für das Quartal auf 0,24 bis 0,26 US-Dollar pro Aktie. Der Investmentberater des Unternehmens verzichtete freiwillig auf ein Drittel seiner Grundvergütung, was einen Vorteil von etwa 0,02 US-Dollar pro Aktie brachte.
Hebelwirkung und regulatorische Grenzen
Der drastische NAV-Rückgang hat unmittelbare Konsequenzen für die Bilanzstruktur. Durch den Einbruch des Eigenkapitals stieg die regulatorische Netto-Verschuldungsquote auf etwa 1,45x, während das Gesamtverschuldungs-zu-Eigenkapital-Verhältnis auf rund 1,74x kletterte.
Diese Entwicklung ist kritisch, da BDCs regulatorischen Obergrenzen für ihre Verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital unterliegen. Eine Quote von 1,45x schränkt die Flexibilität des Unternehmens erheblich ein, neue Investitionen zu tätigen oder notleidende Portfoliounternehmen zu stützen, ohne neues Eigenkapital aufzunehmen – eine schwierige Aussicht angesichts der aktuellen Wertvernichtung.
Alles steht auf dem Prüfstand
Die endgültigen, geprüften Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 werden vor Börsenöffnung am 27. Februar 2026 erwartet. Der Fokus der Anleger und Analysten liegt dann auf drei zentralen Punkten: den detaillierten Plänen zur Werterholung bei den notleidenden Assets, der Nachhaltigkeit der Dividendenzahlungen vor dem Hintergrund des geschrumpften NAV und der Frage, ob die gestiegenen Verschuldungsquoten Covenants in den Kreditvereinbarungen des Unternehmens verletzen. Das Unternehmen verfügt zwar noch über liquide Mittel und ungenutzte Kreditlinien, deren Einsatz durch die geschwächte Eigenkapitalbasis jedoch eingeschränkt sein könnte.
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