Der jüngste Sprung über die Marke von 75.000 US-Dollar wirkte auf den ersten Blick wie eine Rückkehr der Bullen. Tatsächlich steckte hinter der Bewegung kaum echte Nachfrage, sondern lediglich ein technisches Manöver am Derivatemarkt. Während sich die Krypto-Leitwährung schnell wieder zurückzog, richtet sich der Blick nun auf die US-Notenbank, die heute zu ihrer zweitägigen Zinssitzung zusammenkommt.

Am frühen Dienstagmorgen erreichte die Kryptowährung kurzzeitig den höchsten Stand seit Anfang Februar. Analysten von 10x Research führen den Anstieg jedoch primär auf die Schließung großer Short-Positionen und entsprechende Absicherungsgeschäfte von Market Makern zurück. Echte fundamentale Überzeugung fehlte, weshalb der Kurs rasch wieder nachgab und aktuell bei rund 73.665 US-Dollar notiert.

Schatten über der Notenbank

Die eigentliche Bewährungsprobe steht heute und morgen an. Zwar rechnet der Markt fest damit, dass die Fed den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt, die Aufmerksamkeit gilt allerdings dem begleitenden Kommentar von Jerome Powell. Die makroökonomische Debatte hat sich zuletzt gedreht: Ökonomen der Deutschen Bank diskutieren mittlerweile sogar über mögliche Zinserhöhungen im Jahr 2026.

Erschwerend kommt der anstehende Personalwechsel an der Fed-Spitze hinzu. Powells Amtszeit endet im Mai 2026, und mit Kevin Warsh gilt ein geldpolitisch restriktiverer Kandidat als Favorit für die Nachfolge. Jedes moderate Signal des aktuellen Notenbankchefs könnte vom Markt daher als rein temporär eingestuft werden, da ein Kurswechsel unter einer neuen Führung droht.

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Citigroup senkt Kursziel

Abseits der Zinspolitik liefert die institutionelle Nachfrage weiterhin ein stabiles Fundament. Allein im März verzeichneten die US-Spot-ETFs Nettozuflüsse von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Für eine gewisse Entlastung sorgten zudem erste Anzeichen einer Deeskalation im Nahen Osten, die den US-Dollar abschwächten und die Liquiditätsbedingungen für risikobehaftete Anlageklassen verbesserten.

Dennoch passen erste Großbanken ihre Erwartungen an. Die Citigroup reduzierte ihr Zwölf-Monats-Kursziel für Bitcoin von 143.000 auf 112.000 US-Dollar. Die Analysten verwiesen dabei auf gesenkte Nachfrageannahmen von nun 10 Milliarden US-Dollar sowie ins Stocken geratene Krypto-Gesetzgebungen in den USA, deren Verabschiedungschancen in diesem Jahr auf etwa 60 Prozent gesunken sind.

Die Weichen für die Preisentwicklung bis in das zweite Quartal werden heute Abend gestellt. Wenn die Fed ihre neuen Zinsprognosen veröffentlicht, entscheidet sich die kurzfristige Richtung. Ein restriktiver Ausblick dürfte die gehebelten Positionen im Kryptomarkt unter Druck setzen, während die Bestätigung des aktuellen geldpolitischen Kurses den Weg für weitere ETF-Zuflüsse ebnen wird.

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