Bitcoin verharrt am Dienstag in einer engen Handelsspanne unterhalb der 88.000-Dollar-Marke. Die größte Kryptowährung der Welt zeigt sich im Vorfeld der Federal-Reserve-Sitzung vom Mittwoch nahezu bewegungslos. Investoren halten sich zurück – und das aus gutem Grund.

Preisaction und technische Lage

BTC notiert aktuell bei rund 87.700 Dollar, auf Tagesbasis weitgehend unverändert, auf Wochensicht jedoch mit einem Minus von 3,5 bis 3,8 Prozent. Die Spanne zwischen 86.319 und 91.178 Dollar markiert die Bandbreite der vergangenen sieben Tage. Besonders die Zone um 90.500 bis 91.200 Dollar hat sich vom Support zur Widerstandsmarke gewandelt.

Technisch bleibt die Lage fragil: Ein Rutsch unter 86.400 Dollar könnte den Weg bis 84.400 Dollar freimachen. Oberhalb der aktuellen Konsolidierung lauern hingegen Zielmarken bei 89.500, 90.500, 93.300 und 95.500 Dollar.

Der Crypto Fear & Greed Index verharrt bei 29 Punkten – tief im "Fear"-Bereich. Von den Top-100-Kryptowährungen legten zwar 77 leicht zu, doch die Gesamtmarktkapitalisierung verbleibt unverändert bei 3,05 Billionen Dollar.

On-Chain-Daten zeigen Schwächesignale

VanEcks Bitcoin ChainCheck-Report zeichnet ein ernüchterndes Bild der Netzwerkaktivität über die vergangenen 30 Tage:

  • Tägliche Netzwerkeinnahmen: -15%
  • Aktive Adressen: -6%
  • Neue Adressen: -4%
  • Hash-Rate: -6% (längster Rückgang seit Frühjahr 2024)

Die Nachfrage nach Blockspace ist gesunken, weniger Nutzer transferieren Werte über das Netzwerk. Auch die Mining-Schwierigkeit ging um 2 Prozent zurück. Doch es gibt positive Signale: Das On-Chain-Transfervolumen sank um 11 Prozent, Miner reduzierten ihre Transfers an Börsen um 6 Prozent – Hinweise auf nachlassenden Verkaufsdruck. Der Anteil von BTC, die über ein Jahr nicht bewegt wurden, steigt weiter an.

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ETF-Zuflüsse durchbrechen Negativserie

Nach fünf Tagen mit Abflüssen kehrten am Montag die Zuflüsse zurück: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten netto 6,84 Millionen Dollar an frischem Kapital. BlackRocks IBIT führte mit einem Plus von 15,93 Millionen Dollar, während Bitwise und Fidelity Abflüsse hinnehmen mussten.

Parallel dazu hat BlackRock bei der SEC die Zulassung für den iShares Bitcoin Premium Income ETF beantragt – ein Produkt, das Bitcoin-Exposure mit Covered-Call-Strategien zur Ertragsgenerierung kombiniert. Ein weiteres Zeichen für die fortschreitende institutionelle Produktinnovation.

Zudem stockte Strategy (ehemals MicroStrategy) seinen Bitcoin-Bestand zwischen dem 20. und 25. Januar um 2.932 BTC auf – im Gegenwert von rund 264,1 Millionen Dollar. Das Unternehmen hält nun 712.647 BTC.

Makro-Repricing statt Nachfrageeinbruch

Analysten sprechen von einem "Makro-Repricing", nicht von einem strukturellen Nachfrageproblem. Jimmy Xue, Co-Founder von Axis, betont: "Die Hoffnung des Marktes auf einen aggressiven Lockerungszyklus 2026 ist deutlich abgekühlt."

Am Mittwoch entscheidet die Fed über ihre Geldpolitik. Erwartet wird eine unveränderte Zinsspanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Die Reaktion der Märkte dürfte die kurzfristige Richtung von Bitcoin maßgeblich beeinflussen.

Parallel dazu fließt Kapital in Safe-Haven-Assets: Gold durchbrach die 5.000-Dollar-Marke, Silber erreichte neue Höchststände. Bitcoins 30-Tages-Korrelation zu Gold kletterte auf 0,28 – der höchste Wert seit einem Jahr. Die Korrelation zum S&P 500 sank hingegen auf 0,18, den niedrigsten Stand seit Oktober 2025.

Regulierung nimmt Form an

Das US-Krypto-Marktstrukturgesetz durchläuft derzeit die Kongressausschüsse. Der im Juli 2025 unterzeichnete GENIUS Act zur Regulierung von Stablecoins befindet sich in der Umsetzungsphase. Bo Witt, Krypto-Berater im Weißen Haus, bezeichnete das Weltwirtschaftsforum in Davos 2026 als "Wendepunkt für die globale Krypto-Normalisierung".

Am Mittwoch fällt die Fed-Entscheidung. Bis dahin dürfte Bitcoin in seiner engen Spanne verharren.

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