Bitcoin: Hoffnungen getrübt?
Der Kryptomarkt hat heute einmal mehr gezeigt, wie schnell aus Nervosität ein Dominoeffekt werden kann. Bei Bitcoin traf ein scharfer Rücksetzer auf hoch gehebelte Positionen – und genau diese Mischung sorgt oft für hektische Kettenreaktionen. Im Hintergrund drückt vor allem ein Thema: Geld bleibt teuer, und Risk-on-Laune kommt so kaum auf.
Liquidationen beschleunigen den Rutsch
Die Abwärtsbewegung löste laut CoinGlass eine massive Enthebelung aus: Innerhalb von 24 Stunden wurden rund 1,7 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen liquidiert. Besonders stark traf es Long-Positionen – also Trader, die auf steigende Kurse gesetzt hatten. Wenn solche Positionen zwangsweise glattgestellt werden, erzeugt das zusätzliche Verkäufe und verstärkt die Abwärtsdynamik.
Auch der Derivatemarkt stand im Mittelpunkt: Bei Bitcoin-Futures sollen Liquidationen über 768 Millionen US-Dollar gelegen haben, bei Ethereum-Futures über 414 Millionen US-Dollar. Parallel zog die Nervosität im Optionsmarkt an: Die implizite Volatilität stieg deutlich (im Quelltext: von etwa 37 auf über 44) – ein Zeichen, dass Händler kurzfristig größere Ausschläge einpreisen.
Aus Sicht des Kursbilds ist die Lage angeschlagen: Bitcoin notiert laut bereitgestellten Daten am 52‑Wochentief bei 82.849 USD. Das unterstreicht, wie stark der Abverkauf die vorherigen Stützbereiche durchschlagen hat.
Warum ausgerechnet jetzt? Fed, Nasdaq und Flucht in Sicherheit
Der Auslöser liegt laut Quelltext klar im Makro-Umfeld. Die US-Notenbank beließ die Zinsen in der Spanne von 3,50% bis 3,75% und signalisierte „higher for longer“. Höhere Zinsen über längere Zeit sind Gift für spekulativere Anlagen: Kapital wird teurer, und viele Anleger ziehen Risiko aus dem System.
Gleichzeitig kam Rückenwind aus den klassischen Märkten ausgerechnet nicht. Der Nasdaq gab im Quelltext um rund 0,83% nach, große Tech-Werte gerieten unter Druck. Dazu kamen steigende geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die den „Sicherheitsmodus“ verstärkten: Gold profitierte, während Aktien und Kryptowährungen verkauft wurden.
Unternehmen und ETFs: Keine Einheitsreaktion
Interessant ist, dass die Unternehmensmeldungen rund um Bitcoin in ganz unterschiedliche Richtungen zeigen:
- Tesla hielt im vierten Quartal 2025 an 11.509 BTC fest, musste wegen der Schwächephase jedoch einen nach Steuern verbuchten Wertminderungsverlust von 239 Mio. US-Dollar ausweisen.
- Metaplanet geht dagegen offensiv vor: Das japanische Unternehmen genehmigte eine Kapitalaufnahme von rund 137 Mio. US-Dollar (21 Mrd. Yen), ausdrücklich um mehr Bitcoin zu kaufen.
- Bit Digital setzt einen harten Schnitt: Der börsennotierte Miner will komplett aus dem Bitcoin-Mining aussteigen und stattdessen auf Ethereum-Infrastruktur sowie KI-Technologie umschwenken – begründet mit Fragen der Kapitaleffizienz.
Auch bei den Spot-Bitcoin-ETFs kippte die Stimmung. Laut Quelltext gab es Nettoabflüsse, nachdem zuvor eher Zuflüsse dominiert hatten. Zudem drehten die ETF-Aufschläge (Premiums) an vielen Tagen Ende Januar ins Negative – ein frühes Warnsignal, dass Verkaufsdruck im Aufbau war.
Zum Abschluss richtet sich der Blick auf die Marken, die im Markt gerade als Wegweiser gelten: Beobachtet wird die Unterstützung um 80.600 US-Dollar. Ein Bruch darunter würde laut Analystenwarnung weiteres Abwärtspotenzial eröffnen, während eine Rückkehr über 85.000 US-Dollar nötig wäre, um die unmittelbare Negativstruktur zu entschärfen.
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