Bitcoin: Der große Miner-Exodus
Die größten Krypto-Schürfer der Welt ziehen derzeit die Reißleine. Weil die Produktion neuer Coins zunehmend ein Verlustgeschäft ist, vollzieht die Branche einen radikalen Strategiewechsel hin zur Künstlichen Intelligenz. Um die teuren neuen Rechenzentren zu finanzieren, werfen die Unternehmen nun massenhaft ihre angesparten Bitcoin-Reserven auf den Markt.
Der Grund für diesen Rückzug liegt in der zusammengebrochenen Wirtschaftlichkeit. Bei einem aktuellen Kurs von rund 67.000 US-Dollar und durchschnittlichen Produktionskosten von fast 90.000 Dollar pro Bitcoin arbeiten die meisten Schürfer tief in den roten Zahlen. Als direkte Konsequenz fiel die Gesamtrechenleistung des Netzwerks im ersten Quartal 2026 erstmals seit sechs Jahren wieder ab.
Flucht in die Künstliche Intelligenz
Statt unrentabel nach digitalen Münzen zu graben, rüsten viele börsennotierte Mining-Unternehmen ihre Infrastruktur für High-Performance-Computing um. Die Branche hat bereits Verträge im Wert von über 70 Milliarden Dollar in diesem Bereich unterzeichnet. Der Kapitalmarkt belohnt diesen Schritt spürbar. Unternehmen mit KI-Fokus werden aktuell mit dem mehr als Zwölffachen ihrer erwarteten Jahreserlöse bewertet, während reine Krypto-Miner nicht einmal auf den halben Multiplikator kommen.
Dieser fundamentale Umbau verschlingt enorme Summen. Zur Finanzierung liquidieren die Branchengrößen ihre Krypto-Bestände in rasantem Tempo. Insgesamt bauten die börsennotierten Akteure ihre Reserven zuletzt um mehr als 15.000 Bitcoin ab:
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- Core Scientific veräußerte allein im Januar rund 1.900 Bitcoin.
- Bitdeer reduzierte seine Bestände bis Februar komplett auf null.
- Riot verkaufte Ende 2025 bereits über 1.800 Einheiten.
- Marathon erweiterte seine internen Richtlinien, um Verkäufe aus der gesamten Bilanzreserve von über 53.000 Bitcoin zu ermöglichen.
Dezentralisierung als Nebeneffekt
Ein sinkender Anteil der US-amerikanischen Großkonzerne an der globalen Rechenleistung weckt zwar zunächst Sicherheitsbedenken. Gleichzeitig führt diese Entwicklung aber zu einer besseren geografischen Verteilung des Netzwerks. Schwellenländer wie Paraguay oder Äthiopien rücken durch neue Anlagen zunehmend in die Riege der wichtigsten Mining-Standorte auf.
Ob der Wandel zur Künstlichen Intelligenz dauerhaft bleibt, hängt laut Analysten von CoinShares einzig an der künftigen Preisentwicklung. Klettert der Kurs wieder in Richtung der 100.000-Dollar-Marke, dürften sich die Margen erholen und die Rechenleistung bis Ende 2026 auf neue Höchststände steigen. Verweilt die Notierung hingegen auf dem aktuellen Niveau, wird sich die Transformation der Branche zu reinen Rechenzentrumsbetreibern weiter beschleunigen.
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