Bitcoin: Banken bauen aus
Bitcoin rückt in der klassischen Finanzwelt weiter in die erste Reihe. Ausgerechnet zwei Schwergewichte der Wall Street treiben jetzt die Infrastruktur voran, die institutionellen Anlegern den Zugang erleichtern soll. Doch warum wirkt der Markt trotz dieser Nachrichten kurzfristig eher schwerfällig?
Morgan Stanley und Citi setzen auf eigene Krypto-Infrastruktur
Heute bestätigte Morgan Stanley Pläne für eine eigene Bitcoin-Verwahrlösung samt Handelsplattform. Das Projekt wurde auf der „Bitcoin for Corporations“-Konferenz in Las Vegas konkret gemacht. In einer ersten Phase sollen E*Trade-Kunden Zugang zum Spot-Kryptohandel bekommen. Morgan Stanley fokussiert sich zunächst klar auf die Basis: Verwahrung und Handel. Krypto-Renditeprodukte und Lending-Angebote sind laut dem Bericht erst für spätere Schritte vorgesehen.
Parallel baut Citigroup an einem Framework, das Bitcoin für institutionelle Kunden bis Ende 2026 „bankfähig“ machen soll. Der entscheidende Punkt: Digitale Assets sollen in das bestehende, rund 30 Billionen US-Dollar schwere Asset-Management-System integriert werden. Geplant sind unter anderem Custody, Wallet-Management und Key-Handling – eingebettet in die etablierten Reporting- und Compliance-Strukturen der Bank. Genau diese Anbindung an bestehende Prozesse dürfte für große Kunden oft wichtiger sein als die nächste neue Krypto-App.
On-Chain-Daten: Große Adressen sammeln – aber ohne Machtkonzentration
Während Banken die Schienen legen, deutet die Blockchain-Perspektive auf anhaltende Akkumulation hin. Daten von Santiment (Stand heute) zeigen: Die Zahl der Wallets mit mindestens 100 Bitcoin hat die Marke von 20.000 überschritten. Auf Basis der aktuellen Bewertungen entspräche das pro Wallet einem Mindestwert von rund 6,78 Millionen US-Dollar.
Laut einer Einordnung von Iliya Kalchev (Nexo Dispatch) kaufen auch sehr große Wallets mit mehr als 10.000 Bitcoin weiter zu. Auffällig ist dabei ein Detail: Obwohl die Zahl solcher „schweren“ Adressen wächst, steigt ihr Anteil an der gesamten Bitcoin-Menge nicht deutlich. Das spricht eher für breiter verteilte, institutionell geprägte Käufe statt für eine zunehmende Konzentration bei wenigen Playern.
Kurzfristiger Gegenwind: Widerstände und Makrodaten
Trotz der positiven Infrastruktur-News bleibt der Kurs kurzfristig unter Druck. Bitcoin notiert aktuell bei 65.581 USD und liegt heute 3,48% im Minus. Auf Sicht von 30 Tagen beträgt das Minus 26,48% – ein Hinweis, wie angespannt das Umfeld zuletzt war.
Im Quelltext wird zudem auf ein technisches Warnsignal hingewiesen: CoinDesk nennt auf dem Drei-Tages-Chart einen bärischen Schnitt wichtiger Durchschnitte, ein Muster, das in der Vergangenheit vor stärkeren Korrekturen auftrat. Gleichzeitig beschreibt der Bericht eine „Dreifach-Barriere“ nach oben – mit Widerständen um die Region knapp unter 70.000 US-Dollar.
Auch die Makroseite bremst: Der Kern-Erzeugerpreisindex (PPI) für Januar lag mit +3,6% über den erwarteten 3,0%. Solche Überraschungen nähren typischerweise die Sorge, dass Zinsen länger hoch bleiben könnten – selten ein Rückenwind für risikoreichere Assets.
Zumindest ein Teil des Kapitals fließt aber weiter: US-Spot-Bitcoin-ETFs zogen laut Bericht in drei Tagen mehr als 1 Milliarde US-Dollar an. Gleichzeitig meldete FINRA für Januar 2026 eine US-Rekord-Margin-Debt von 1,279 Billionen US-Dollar – ein Umfeld, das Liquidität zeigt, aber auch die Nervosität erhöhen kann, falls Märkte weiter nachgeben.
Unterm Strich prallen zwei Kräfte aufeinander: Der strukturelle Ausbau durch Großbanken stärkt die langfristige Einbindung in die Finanzwelt, während Technik und Makrodaten kurzfristig den Takt für die nächsten Wochen vorgeben. Bis Ende 2026 will Citigroup Bitcoin tief in ihre Asset-Management-Prozesse integrieren – ein Zeitplan, der für institutionelle Nachfrage ein wichtiger Fixpunkt werden könnte.
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