Bitcoin: Anhaltender Verkaufsdruck
Der Kryptomarkt kämpft weiterhin mit einer deutlichen Korrektur, die den Bitcoin-Kurs weit von seinen Rekordhochs entfernt hat. Seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 hat die führende Digitalwährung fast die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Aktuell sorgen vor allem kontinuierliche Abflüsse aus den US-Spot-ETFs für schlechte Stimmung, während im Hintergrund technologische Bedenken institutionelle Anleger zur Vorsicht mahnen.
Kapitalflucht aus ETFs
Die jüngsten Daten zeichnen ein ernüchterndes Bild für kurzfristig orientierte Anleger. Am gestrigen 17. Februar 2026 zogen Investoren netto knapp 105 Millionen US-Dollar aus den amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs ab. Besonders betroffen war der Marktführer: Allein der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock verzeichnete Abflüsse von rund 102 Millionen Dollar.
Dieser Trend ist keine Eintagsfliege. In den vergangenen zehn Tagen summierten sich die Netto-Abflüsse auf beachtliche 888,3 Millionen Dollar. Marktbeobachter werten dies als Zeichen, dass das spekulative Interesse nachlässt und Gewinne mitgenommen oder Verluste begrenzt werden. Matt Hougan von Bitwise betont jedoch, dass diese Bewegungen primär von Hedgefonds und kurzfristigen Tradern getrieben sind, während langfristige Investoren ihre Positionen weitgehend halten.
Strukturelle Schwäche im Markt
Ein genauerer Blick auf die Marktstruktur offenbart die Hintergründe der Verkäufe. Laut Markus Thielen von 10x Research werden große Teile der ETF-Bestände – geschätzt 55 bis 75 Prozent bei BlackRock – von Market Makern und Arbitrage-Fonds gehalten. Diese Akteure nutzen Bitcoin oft nur für Absicherungsgeschäfte und nicht aus Überzeugung an der langfristigen Wertsteigerung.
Im vierten Quartal 2025 haben diese Marktteilnehmer ihr Engagement bereits um Milliardenbeträge reduziert. Das aktuelle Marktverhalten deutet darauf hin, dass diese Bereinigung noch nicht abgeschlossen ist. Trotz dieser Abflüsse verwalten die elf US-Spot-ETFs immer noch Vermögenswerte in Höhe von rund 85 Milliarden Dollar, was über sechs Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht.
Angst vor Quantentechnologie
Neben den technischen Marktfaktoren belastet ein fundamentales Thema die Stimmung: die Sorge vor Quantencomputern. Investoren wie Kevin O’Leary weisen darauf hin, dass institutionelle Allokationen derzeit oft auf maximal drei Prozent begrenzt werden, da Fortschritte in der Quantentechnologie theoretisch die kryptografische Sicherheit des Netzwerks gefährden könnten.
Diese Bedenken haben bereits konkrete Folgen. So entfernte das Analysehaus Jefferies im Januar Bitcoin aus einem wichtigen asiatischen Portfolio und verwies auf langfristige Risiken durch Quantencomputer. Obwohl Entwickler bereits an sogenannten "post-quanten" Sicherheitsprotokollen arbeiten, sorgt das Thema für Zurückhaltung bei Großinvestoren.
Angespannte Marktstimmung
Die Kombination aus Verkaufsdruck und Zukunftssorgen spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Der Bitcoin notiert aktuell bei rund 67.608 US-Dollar und verharrt damit rund 46 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Auch der "Fear & Greed Index" signalisiert mit einem Wert von nur 8 Punkten extreme Angst unter den Marktteilnehmern.
Zwar ist die Panik-Volatilität zuletzt gesunken, doch fehlt es dem Markt an Impulsen für eine nachhaltige Erholung. Aktuell befindet sich Bitcoin in einer Distributionsphase, in der institutionelle Risikominimierung das Geschehen dominiert. Erst wenn die technologischen Bedenken adressiert werden oder sich das makroökonomische Umfeld aufhellt, dürfte neues institutionelles Kapital in größerem Umfang zurückkehren.
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