Die Luft für die BioNTech-Aktie wird kurzfristig dünner. Nach einer längeren Schwächephase rutschen nun zentrale technische Marken, während gleichzeitig Integrations- und Rechtsrisiken auf der fundamentalen Seite nachwirken. Entscheidend ist dabei weniger die Höhe der Tagesbewegung als das Signal, das der Markt daraus liest.

Wichtige Unterstützung fällt

Am Freitag ist die Aktie auf dem deutschen Markt auf 85,25 Euro gefallen und liegt damit knapp unter der 100-Tage-Linie von 86,93 Euro. Charttechnisch ist das ein Warnsignal, weil damit ein bislang wichtiger Orientierungspunkt für den mittelfristigen Trend unterschritten wird. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt inzwischen rund -4,7 Prozent und unterstreicht den bestehenden Abwärtstrend.

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In den vergangenen sieben Tagen hat die Aktie rund 11 Prozent verloren, auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Minus auf gut 28 Prozent. Der Titel steht damit deutlich unter seinem 52‑Wochen-Hoch von 120 Euro, auch wenn der Abstand zum jüngsten Jahrestief bei 78 Euro mit gut 9 Prozent noch etwas Puffer lässt.

Ein weiterer Punkt: Der Kurs bewegt sich aktuell leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt, der RSI liegt mit 44,5 im neutralen Bereich. Von einer klar überverkauften Situation kann also noch nicht die Rede sein – technische Verkäufer finden damit eher Argumente, ihre Positionen zu verstärken.

Hintergrund: Integration und Rechtsrisiken

Parallel zur technischen Eintrübung bleibt das fundamentale Umfeld anspruchsvoll. Zwei Themen aus dieser Woche belasten weiterhin die Stimmung:

  • CureVac-Übernahme: Seit dem formalen Abschluss der CureVac-Transaktion am 6. Januar 2026 schaut der Markt genau auf die Integration. Strategisch stärkt der Schritt zwar die mRNA-Position von BioNTech, kurzfristig stehen jedoch Integrationskosten, organisatorische Komplexität und mögliche Doppelstrukturen im Vordergrund.
  • Patentstreit mit Bayer: Zusätzlich drückt der fortgesetzte juristische Konflikt. Berichten zufolge hat Bayer seine Patentklagen gegen BioNTech und andere mRNA-Anbieter zuletzt verschärft. Diese rechtliche Unsicherheit wirkt wie ein Deckel auf der Kursfantasie, weil potenzielle finanzielle Risiken und mögliche Einschränkungen bei Produkten im Raum stehen.

Beides zusammen schafft ein Umfeld, in dem Investoren eher defensiv agieren. Positive Impulse aus dem operativen Geschäft oder neue Wachstumstreiber treten in der aktuellen Wahrnehmung in den Hintergrund.

Technische Ziele und Szenarien

Aus automatisierten Handelssystemen und technischen Auswertungen ergibt sich derzeit ein vorsichtig bis negativ geprägtes Bild. Handelssignale deuten ein Short-Setup an, bei dem das Chance-Risiko-Verhältnis vor allem auf Absicherung nach unten ausgerichtet ist.

Im Fokus stehen nun klar definierte Kursmarken:

  • Hält das Niveau um 85 Euro auf Schlusskursbasis nicht, rücken aus technischer Sicht die Zonen um 80 bis 82 Euro als nächste Unterstützungen in den Blick.
  • Ein rascher Anstieg zurück über die 100-Tage-Linie wäre nötig, um das aktuelle Verkaufssignal zu entschärfen. Angesichts des niedrigen Handelsvolumens und fehlender positiver Nachrichten erscheint dieses Szenario kurzfristig jedoch weniger wahrscheinlich.

Für die kommende Handelswoche sind damit die Schlusskurse um die aktuelle Unterstützungszone der entscheidende Referenzpunkt: Bestätigt sich der Bruch der gleitenden Durchschnitte, wäre das technische Verkaufssignal für die nächsten Tage klar untermauert.

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