Das Jahr 2026 beginnt für BioNTech mit dem Abschluss eines zentralen strategischen Projekts. Der Mainzer mRNA-Spezialist steht unmittelbar vor der vollständigen Übernahme der verbliebenen CureVac-Anteile, womit die Börsennotierung des einstigen Tübinger Konkurrenten endet. Dieser Schritt bündelt zwei europäische Pioniere unter einem Dach und leitet die nächste Phase in BioNTechs Onkologie-Strategie ein.

Delisting und Squeeze-out

Der Zeitplan für das Ende der CureVac-Eigenständigkeit an der Börse steht fest. Laut einer Nasdaq-Mitteilung wird der Handel mit CureVac-Aktien unmittelbar nach der heutigen nachbörslichen Sitzung ausgesetzt, das formale Delisting folgt morgen am 6. Januar 2026. Damit ist der Weg frei für den Squeeze-out der verbleibenden rund 13,25 Prozent der Anteile.

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BioNTech hatte sich bereits über ein Umtauschangebot, das im Dezember endete, die Mehrheit von 86,75 Prozent gesichert. Für die angedienten Aktien gab das Unternehmen rund 10,5 Millionen eigene American Depositary Shares (ADS) aus, was einem Transaktionswert von etwa 1,25 Milliarden US-Dollar entspricht.

Analysten sehen Potenzial

Zum Jahresauftakt zeigt sich die BioNTech-Aktie stabilisiert. Vorbörslich notieren die Papiere bei 97,40 US-Dollar. Technisch befindet sich der Titel jedoch in einer Konsolidierungsphase: Der Kurs liegt knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 99,36 US-Dollar, während der RSI mit einem Wert von 45 eine neutrale Marktlage signalisiert.

Trotz der verhaltenen Kursentwicklung der letzten zwölf Monate bleibt die Stimmung an der Wall Street konstruktiv. Von 15 beobachtenden Firmen raten aktuell zehn zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 137,75 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 43 Prozent entspricht. Diese Bewertungslücke spiegelt die Erwartung wider, dass die Pipeline im Krebsbereich künftig Werte schaffen wird.

Strategie und finanzielle Basis

Die Übernahme dient primär der technologischen Stärkung. BioNTech integriert ergänzende mRNA-Expertise sowie Produktionskapazitäten, um seine Strategie rund um Krebsimmuntherapien und den Antikörperkandidaten Pumitamig voranzutreiben.

Finanziell ist der Konzern für diesen Kraftakt gut aufgestellt. Mit liquiden Mitteln von 16,7 Milliarden Euro zum Ende des dritten Quartals 2025 besitzt das Unternehmen genügend Spielraum, um die Integrationskosten zu stemmen und die klinische Forschung zu finanzieren. Eine Vorauszahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar durch Bristol Myers Squibb stützte zuletzt die Umsatzprognose.

Allerdings übernimmt BioNTech mit der Transaktion auch Risiken. Neben der komplexen operativen Zusammenführung bestehen Altlasten, darunter eine Prüfung der EU-Kommission zu CureVacs Pandemie-Verträgen sowie laufende Lizenzverpflichtungen gegenüber GSK.

In den kommenden Wochen liegt der Fokus auf der technischen Abwicklung des Squeeze-outs und dem Start der operativen Integration. Ob sich der aktuelle Aktienkurs den optimistischen Analystenzielen annähert, hängt nun maßgeblich von den klinischen Daten der Onkologie-Programme ab, deren Veröffentlichung im Laufe des Jahres 2026 ansteht.

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