Beyond Meat rutscht wieder unter die Marke von einem US‑Dollar. Während die großen US‑Indizes gestern neue Höchststände markierten, setzte sich beim Hersteller von Fleischersatzprodukten der Abwärtstrend fort. Der Titel notiert damit erneut im Penny-Stock-Bereich – mit klaren Folgen für Stimmung und Wahrnehmung.

  • Schlusskurs NASDAQ: 0,98 US‑Dollar (-5,33%)
  • Jahresentwicklung 2025: rund -78%
  • Q3 2025: Umsatz -13,3% ggü. Vorjahr, USA -21%
  • Quartalsverlust: 110,7 Mio. US‑Dollar (inkl. Wertminderungen)

Fortgesetzter Wertverfall

Die Schwächephase zieht sich inzwischen über das gesamte Jahr 2025 und hinein in die zweite Handelswoche 2026. Gestern fiel die Aktie im Tagesverlauf bis auf 0,97 US‑Dollar und konnte sich bis Handelsschluss nur minimal erholen.

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Der Kursrutsch spiegelt die anhaltend schwachen Fundamentaldaten wider. Im dritten Quartal 2025 verzeichnete Beyond Meat einen Umsatzrückgang von 13,3 % im Jahresvergleich. Besonders belastet ist das US‑Heimatgeschäft, wo die Erlöse um 21 % einbrachen.

Eine zwischenzeitliche Kurserholung im Oktober 2025 erwies sich als nicht nachhaltig. Damals sprang die Aktie im Zuge eines Meme-Stock-Schubs kurzzeitig auf über 7,60 US‑Dollar, getragen von hoher Volatilität und spekulativen Käufen. Die operative Realität mit anhaltenden Verlusten holte den Kurs jedoch rasch wieder ein. Für das berichtete Quartal meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 110,7 Mio. US‑Dollar, inklusive nicht zahlungswirksamer Wertminderungen. Das unterstreicht die weiter angespannte Ertragslage und den hohen Mittelabfluss.

Verpasste Chancen im Marktumfeld

Die aktuelle Schwäche fällt in eine Phase, in der das Umfeld eigentlich Rückenwind bieten könnte. Branchenzahlen zeigen deutliche Preissteigerungen bei Rindfleisch infolge von Angebotsengpässen. Bis Ende 2025 summierten sich strukturelle Preisanstiege auf nahezu 20 %. Theoretisch sollte das günstigen pflanzlichen Alternativen zugutekommen.

Tatsächlich haben sich die Konsumtrends jedoch anders entwickelt. Statt verstärkt auf pflanzliche Produkte umzusteigen, orientieren sich viele Verbraucher offenbar zurück zu klassischen proteinreichen Snacks oder günstigeren tierischen Proteinen wie Geflügel. Marktbeobachter sehen zudem ein deutlich abgekühltes Sentiment für den Sektor, der frühere „ESG‑Bonus“ in den Bewertungen ist weitgehend verschwunden.

Auch der Meme-Stock-Effekt, der Beyond Meat im Herbst 2025 kurzzeitig stützte, spielt aktuell kaum noch eine Rolle. Das damals diskutierte Short-Squeeze-Potenzial hat sich in den ersten Wochen 2026 nicht in eine tragfähige Kursbasis übersetzt.

Technisch angeschlagen, Ausblick belastet

Der Rutsch unter die Marke von 1,00 US‑Dollar gilt als wichtige psychologische und technische Marke. Ein dauerhaftes Unterschreiten kann zudem Fragen zur Einhaltung der NASDAQ-Listinganforderungen aufwerfen, auch wenn derzeit kein unmittelbares Delisting ansteht.

Charttechnische Modelle von Intellectia signalisieren aktuell ein klares Verkaufsszenario („Strong Sell“) und verweisen auf eine deutlich beschädigte Kursstruktur. Da der nächste Quartalsbericht erst in einigen Wochen erwartet wird, bleibt die Aktie in der Zwischenzeit stark von der allgemeinen Stimmung und speziellen Branchenmeldungen abhängig. Analysten betonen, dass ohne eine überzeugende Strategie zur Stabilisierung der Umsätze im US‑Markt die Voraussetzungen für eine nachhaltige Erholung begrenzt sind.

Die Skepsis zeigt sich auch in Europa: Auf Xetra beendete die Aktie die Woche bei rund 0,84 Euro, ein Minus von 3,15 % gegenüber dem Vortag. Damit bestätigt sich das global eingetrübte Bild bei einem Wertpapier, das noch vor wenigen Jahren als Wachstumsstory im Lebensmittelbereich galt.

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