Bellevue Group kämpft mit den Folgen eines schwachen Healthcare-Jahres und massiven Währungseffekten. Die nun vorgelegten Finalzahlen für 2025 offenbaren das ganze Ausmaß der Belastung, da der Gewinn fast vollständig weggebrochen ist. Können die eingeleiteten Sparmaßnahmen und eine späte Stabilisierung im laufenden Jahr die Wende einleiten?

Ursachen für den Ertragsrückgang

Der Rückgang beim Konzerngewinn auf nur noch 1,9 Millionen CHF – nach 9,2 Millionen CHF im Vorjahr – verdeutlicht die Schwere der Krise im spezialisierten Sektor. Während die Betriebserträge um ein Viertel auf 52,6 Millionen CHF absackten, konnte das Management den Geschäftsaufwand durch Effizienzmaßnahmen nur um 16 Prozent reduzieren.

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Vor allem die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken sowie deutliche Mittelabflüsse setzten den verwalteten Vermögen zu. Diese schrumpften im Jahresverlauf um 9 Prozent auf 5,3 Milliarden CHF. Damit bildet Bellevue eine Ausnahme im Sektor: Wettbewerber wie die VZ Holding konnten ihren Gewinn im selben Zeitraum steigern, was die spezifischen Probleme des marktführenden Gesundheitsfokus von Bellevue unterstreicht.

Dividende und Kursentwicklung

Als Reaktion auf die schwache Ertragslage schlägt der Verwaltungsrat eine Dividende von lediglich 0,15 CHF je Aktie vor. Die Anleger reagierten zuletzt bereits mit deutlichen Verkäufen auf die schwierige Gemengelage. Binnen der letzten 30 Tage verlor die Aktie über 22 Prozent an Wert.

Mit einem Schlusskurs von 8,86 CHF am Freitag notiert das Papier nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 8,30 CHF. Dass der 14-Tage-RSI mit 61,8 derzeit im neutralen Bereich liegt, deutet zumindest auf ein Ende der unmittelbaren Verkaufswelle hin, bietet jedoch noch kein Signal für eine nachhaltige Erholung.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die am Jahresende beobachteten Stabilisierungstendenzen bei den Mittelzuflüssen anhalten. Am 24. März 2026 findet die Generalversammlung statt, auf der die Aktionäre über den Dividendenvorschlag abstimmen. Erst eine dauerhafte Trendwende im Healthcare-Sektor und stabile Währungsverhältnisse dürften den notwendigen Spielraum für eine fundamentale Kurserholung schaffen.

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