Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) nimmt die Kreditwürdigkeit der Berner Kantonalbank (BEKB) unter die Lupe. Seit Donnerstag steht das Standalone-Rating der Berner auf „Watch negativ“, was eine mögliche Herabstufung der Eigenkapitalstärke signalisiert.

Die ZKB hat ihr Bewertungsmodell für Schweizer Institute grundlegend überarbeitet. Im Fokus steht dabei die Finanzkraft ohne die übliche staatliche Unterstützung. Während das Gesamtrating oft von der Staatsgarantie profitiert, zeigt das Standalone-Rating die finanzielle Substanz aus eigener Kraft. Die ZKB betont zwar, dass die Beobachtung keine direkte Folge der neuen Methodik sei, unterzieht die BEKB jedoch einer detaillierten Prüfung der Solvabilität und Liquidität.

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Fokus auf die Eigenkapitalstärke

Aktuell wird die BEKB mit einem Standalone-Rating von „AA–“ geführt. Eine tatsächliche Herabstufung könnte mittelfristig die Refinanzierungskonditionen am Kapitalmarkt beeinflussen und die Wahrnehmung der Stabilität verändern. Interessanterweise reagiert der Aktienkurs bisher gelassen auf die Nachricht. Mit einem Schlusskurs von 397,50 CHF am Freitag notiert das Papier nur knapp drei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Charttechnik mahnt zur Vorsicht

Trotz der positiven Kursentwicklung der letzten 30 Tage – ein Plus von rund acht Prozent – mehren sich die Warnsignale aus technischer Sicht. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 88,5 deutet auf eine massiv überkaufte Marktsituation hin. Die Aktie ist nach der jüngsten Rallye heiß gelaufen. Dies könnte die Anfälligkeit für Gewinnmitnahmen erhöhen, sollte die Rating-Prüfung negativ ausfallen.

Die BEKB bleibt vorerst auf der Beobachtungsliste der ZKB. Erst nach Abschluss des vollständigen Analyseprozesses wird feststehen, ob die Berner ihr hohes Rating-Niveau von „AA–“ verteidigen können oder ob eine Anpassung nach unten erfolgt.

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