BayWa Aktie: Hängepartie im Vorstand
Wer steuert den Agrarhandelskonzern durch die entscheidende Phase der Sanierung? Eine Sitzung des Aufsichtsrats zur personellen Neuaufstellung endete am Dienstagabend ohne Ergebnis. Anleger müssen sich weiter gedulden, während im Hintergrund offenbar intensiv um die künftige Führungsmannschaft gerungen wird.
Die mit Spannung erwartete Sitzung lieferte bislang keine Klarheit. Wie BayWa in einer Pflichtmitteilung bestätigte, verliefen die Beratungen zur künftigen Ausrichtung des Vorstands „ergebnisoffen“. Weder wurden Verträge aufgelöst, noch neue Personalien verabschiedet. Das Unternehmen ließ offen, ob eine Verkleinerung des Gremiums oder ein direkter Austausch von Vorständen diskutiert wurde, kündigte jedoch eine sofortige Information an, sobald konkrete Beschlüsse vorliegen.
Kurs hält sich stabil
An der Börse sorgte die Situation am Mittwoch für eine differenzierte Reaktion. Im Fokus stand dabei die BayWa Namensaktie (nicht vinkuliert), die sich im Xetra-Handel zeitweise im Bereich von 17,60 Euro behauptete.
Dieser Kursverlauf steht im Kontrast zur weiterhin schwachen Notierung der vinkulierten Gattung. Der Markt bewertet die Risikostruktur der beiden Aktientypen offensichtlich unterschiedlich. Trotz der operativen Unsicherheiten halten Investoren an der klassischen Namensaktie fest, wenngleich die Umsätze aufgrund der geringeren Liquidität traditionell niedriger ausfallen als bei der vinkulierten Variante.
Cefetra-Verkauf als Wegweiser
Die Personaldebatte trifft das Unternehmen in einem Moment des strategischen Umbruchs. Erst am 24. Dezember 2025 meldete der Konzern den Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra Group. Dieser Schritt ist ein zentraler Baustein der Restrukturierung:
* Finanzeffekt: Die Transaktion soll die Finanzverbindlichkeiten um über 600 Millionen Euro senken.
* Timing: Der Abschluss (Closing) ist für das erste Quartal 2026 terminiert.
Durch diesen Verkauf zeichnet sich die Kontur einer „neuen BayWa“ ab, die sich auf verbliebene Kerngeschäftsfelder fokussiert. Die offenen Personalfragen drehen sich nun im Kern darum, welches Management-Team dieses verkleinerte Portfolio profitabel bewirtschaften soll.
Die Dringlichkeit für eine Lösung ist hoch. Mit dem eingeleiteten Verkauf von Cefetra ist die finanzielle Marschroute definiert, doch die operative Exekution erfordert eine handlungsfähige Spitze. Erst die angekündigte Folgemeldung des Aufsichtsrats wird zeigen, ob die Eigentümer und Gläubiger einen Konsens für den langfristigen Sanierungskurs gefunden haben.
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