Mitten in der kritischen Sanierungsphase droht dem Agrar-Konzern neues Ungemach. Medienberichten zufolge steht CEO Frank Hiller vor der Ablösung, offenbar aufgrund eines internen Machtkampfs. Während der operative Umbau mit Unternehmensverkäufen gerade erst Fahrt aufgenommen hatte, weicht die Hoffnung auf Ruhe neuer Unsicherheit über die strategische Führung.

Konflikt in der Doppelspitze

Der Auslöser für die Unruhe liegt in der Führungsstruktur. Laut übereinstimmenden Berichten haben sich unüberbrückbare Differenzen zwischen Vorstandschef Hiller und dem Chief Restructuring Officer (CRO) entwickelt. Diese erst zur Steuerung der komplexen Restrukturierung installierte Doppelspitze blockiert sich offenbar operativ. Der Aufsichtsrat berät derzeit über eine Auflösung dieser Konstellation, was voraussichtlich das Aus für Hiller bedeuten würde. Bereits am Montag hatte eine Pflichtmitteilung "ergebnisoffene Beratungen" bestätigt – ein klarer Indikator für den fehlenden Rückhalt des CEOs.

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Operative Fortschritte vs. Führungschaos

Der Zeitpunkt für personelle Grabenkämpfe könnte kaum ungünstiger sein. BayWa befindet sich in der Umsetzung des im Mai 2025 beschlossenen StaRUG-Sanierungsplans. Zwar gelang dem Konzern Ende Dezember mit dem Verkauf der Tochter Cefetra ein wichtiger Befreiungsschlag, der die Schuldenlast um über 600 Millionen Euro drücken soll. Doch um die angepeilte Gesamtentlastung von 1,3 Milliarden Euro zu realisieren, ist eine handlungsfähige Führung essenziell.

Fundamentale Lage bleibt prekär

Anleger reagieren bislang überraschend gelassen auf die drohende Demission. Die Aktie notiert am heutigen Donnerstag mit einem leichten Minus von knapp einem Prozent bei 3,21 Euro. Dennoch verdeutlichen die Kennzahlen das enorme Risiko, das abseits der Personaldebatte besteht:

  • Massive Verluste: Für 2024 wird ein Verlust je Aktie von rund 18 Euro erwartet (Vorjahr: -1,55 Euro).
  • Hohe Volatilität: Die Schwankungsbreite des Titels liegt bei über 100 Prozent.
  • Langfristiger Weg: Ein positives EBITDA von 400 Millionen Euro wird erst für das Jahr 2028 prognostiziert.

Eine Entscheidung des Aufsichtsrats zur künftigen Vorstandsstruktur wird zeitnah erwartet. Investoren richten den Blick nun auf den 26. März 2026, wenn der Geschäftsbericht für das abgelaufene Krisenjahr 2025 konkrete Zahlen zur finanziellen Stabilität und den Fortschritten der Sanierung liefern muss.

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