Die Übernahme von New Gold ist abgeschlossen — und der Markt reagiert mit Verkäufen. Coeur Mining hat sein Produktionsprofil mit einem Schlag massiv ausgeweitet, doch sinkende Edelmetallpreise und ein schwieriges Sektorumfeld überschatten den strategischen Fortschritt.

Analysten senken Kursziele

Mehrere Investmentbanken haben ihre Modelle nach dem Abschluss der Transaktion am 20. März angepasst. Roth Capital-Analyst Joe Reagor bestätigte zwar sein „Buy"-Rating, senkte das Kursziel jedoch von 29 auf 24 US-Dollar — mit Verweis auf gefallene Gold- und Silberpreise. Cantor Fitzgerald stufte die Aktie auf „Buy" hoch, kappte das Ziel aber gleichzeitig von 24 auf 20 Dollar. BMO Capital Markets nahm die Coverage mit „Outperform" und einem Ziel von 27 Dollar wieder auf; ATB Cormark vergab ein „Buy" mit 25 Dollar Kursziel.

Die Botschaft ist eindeutig: Analysten glauben grundsätzlich an die Investmentthese, passen ihre Erwartungen aber dem Preisumfeld an.

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Produktion verdoppelt sich fast

Durch die Integration der New-Gold-Assets — konkret die Minen New Afton und Rainy River — hat Coeur seine Produktionsprognose für 2026 deutlich angehoben. Die Goldproduktion soll auf 680.000 bis 815.000 Unzen steigen, rund 80 Prozent mehr als zuvor. Hinzu kommen 18,7 bis 21,9 Millionen Unzen Silber sowie 50 bis 65 Millionen Pfund Kupfer.

Flankiert wird die Expansion von einem Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Dollar und der erstmaligen Einführung einer Dividendenpolitik. Zudem laufen Verhandlungen über einen Schuldenumtausch von 400 Millionen Dollar an New-Gold-Anleihen zur Optimierung der Kapitalstruktur.

Sektorgegenwind belastet

Das Umfeld bleibt schwierig. Seit Ende Februar ist der Morningstar-Index für US-Metall- und Bergbauunternehmen um 22,8 Prozent gefallen; Coeur Mining verlor im gleichen Zeitraum rund 34 Prozent. Steigende Energiekosten und die Aussicht auf höhere Zinsen belasten die gesamte Branche.

Heute fiel die Aktie um mehr als neun Prozent auf rund 14 Euro — ein Niveau knapp unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Die fundamentale Stärke durch die Übernahme ist real, der Gegenwind durch Makrofaktoren aber ebenso. Wie schnell sich das Verhältnis verschiebt, hängt maßgeblich davon ab, ob sich Gold- und Silberpreise in den kommenden Wochen stabilisieren.

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