Bayer Aktie: Offensive gegen BioNTech & Co.
Der Leverkusener Pharma-Riese geht in den Angriffsmodus über. Während ein deutlich erhöhtes Kursziel der britischen Bank Barclays für Aufsehen sorgt, eröffnet der Konzern juristisch eine neue Front gegen BioNTech, Pfizer und Moderna. Nach einer Phase der Defensive scheint das Management nun aktiv das Momentum für sich nutzen zu wollen.
- Analysten-Lob: Barclays sieht Kursziel bei 45 Euro.
- Patentstreit: Klage gegen mRNA-Produzenten wegen Monsanto-Technologie.
- Marktlage: Aktie erholt sich aus überverkauftem Zustand (RSI 19,6).
Barclays sieht 45 Euro
Die britische Investmentbank Barclays liefert den Bullen derzeit starke Argumente. Analyst Charles Pitman-King stufte das Rating von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch und hob das Kursziel signifikant von 30,00 auf 45,00 Euro an.
Hintergrund dieser optimistischen Einschätzung sind gleich mehrere Treiber. Der Experte verweist auf steigende Absatzprognosen für das Nierenmedikament Kerendia und erwartete Margenverbesserungen in der Agrarsparte CropScience. Zudem wächst bei den Experten die Zuversicht, dass die anhängigen US-Rechtsstreitigkeiten, insbesondere im Fall Glyphosat, bald beigelegt werden könnten. Barclays identifiziert hier spezifische "Self-Help"-Katalysatoren, die eine bessere Performance gegenüber dem Sektor rechtfertigen könnten.
Juristischer Vorstoß in den USA
Parallel zur Aufwertung durch Analysten sorgt eine aggressive juristische Strategie für Gesprächsstoff. Bayer hat in den US-Bundesstaaten Delaware und New Jersey Klage gegen die Impfstoffhersteller BioNTech, Pfizer und Moderna eingereicht.
Der Kern des Vorwurfs: Die Unternehmen sollen bei ihren Covid-19-Impfstoffen Technologien zur Stabilisierung von mRNA genutzt haben, die die Bayer-Tochter Monsanto bereits in den 1980er Jahren patentiert hatte. Dabei zielt der Konzern nicht auf einen Verkaufsstopp der Vakzine ab, sondern fordert Schadenersatz und Lizenzzahlungen. Marktbeobachter interpretieren diesen Schritt als Signal, dass Bayer sein geistiges Eigentum im Biotech-Sektor nun konsequenter monetarisieren will.
Charttechnik und Marktreaktion
Die Nachrichten treffen auf eine günstige charttechnische Ausgangslage. Mit einem RSI von 19,6 war die Aktie zuletzt stark überverkauft, was die aktuelle Gegenbewegung begünstigt. Der Schlusskurs vom Mittwoch lag bei 38,35 Euro, womit das Papier zwar noch knapp 9 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 42,22 Euro notiert, sich aber deutlich vom 50-Tage-Durchschnitt (33,41 Euro) abgesetzt hat.
Anleger blicken nun auf den Widerstandsbereich um 40 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte den Weg in Richtung des neuen Barclays-Kursziels ebnen.
Fazit und Ausblick
Die Kombination aus offensiver IP-Strategie und externer Bestätigung durch Barclays verleiht dem Titel frischen Wind. Für kurzfristig orientierte Anleger ist der kommende Montag, der 12. Januar 2026, entscheidend. Marktgerüchte deuten auf mögliche Neuigkeiten bezüglich einer Anhörung vor dem US Supreme Court hin, die für die langfristige Klärung der Glyphosat-Thematik relevant sein dürfte. Gelingt hier ein weiterer Schritt zur Rechtssicherheit, könnte das Vertrauen der Investoren nachhaltig zurückkehren.
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