Der jahrelange Glyphosat-Rechtsstreit von Bayer könnte eine entscheidende Wendung nehmen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat angekündigt, einen zentralen Fall zum umstrittenen Unkrautvernichter zu verhandeln. Für den Leverkusener Konzern steht dabei mehr auf dem Spiel als nur ein einzelner Prozess: Tausende anhängige Klagen könnten mit einem Schlag ihre rechtliche Grundlage verlieren.

Die wichtigsten Fakten:

  • US Supreme Court nimmt Glyphosat-Fall zur Verhandlung an
  • Entscheidung zur "federal preemption" könnte Tausende Klagen abwehren
  • Urteil wird bis Frühsommer 2026 erwartet
  • Aktie erreicht neues 12-Monats-Hoch bei 44,55 Euro
  • Jahresperformance: Plus 111 Prozent

Bundesrecht schlägt Einzelstaatenklagen?

Im Kern geht es um eine fundamentale juristische Frage: Kann eine Zulassung durch die US-Umweltbehörde EPA Klagen auf Ebene einzelner Bundesstaaten ausschließen? Bayer argumentiert seit Jahren mit dieser sogenannten "federal preemption". Sollte der Supreme Court diese Rechtsauffassung bestätigen, würde dies den zahlreichen Klägern die Basis entziehen.

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Die Dimension dieser Entscheidung ist enorm. Seit der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 kämpft Bayer gegen eine Klagewelle wegen des Unkrautvernichters Roundup. Bislang hat der Konzern bereits Milliarden für Vergleiche und Rückstellungen aufwenden müssen.

Anleger wittern die Wende

Der Markt hat die Nachricht bereits deutlich eingepreist. Mit einem Kursplus von über 111 Prozent binnen Jahresfrist steht die Aktie so stark da wie seit Langem nicht mehr. Auch die jüngste Entwicklung bestätigt den Trend: Allein in den vergangenen sieben Tagen legte das Papier um mehr als sieben Prozent zu und markierte am Freitag ein neues 52-Wochen-Hoch.

Die technischen Indikatoren zeigen allerdings auch erhöhte Vorsicht. Der RSI-Wert von 19,6 deutet auf eine kurzfristige Überhitzung hin, während die hohe Volatilität von über 73 Prozent das anhaltende Schwankungsrisiko unterstreicht.

Entscheidung im Frühsommer

Bis zum Frühsommer 2026 wird mit einem Urteil des Supreme Court gerechnet. Diese Zeitspanne dürfte die Kursentwicklung maßgeblich prägen. Ein Erfolg vor Gericht würde nicht nur die rechtliche Unsicherheit beseitigen, sondern auch die Bilanz nachhaltig entlasten. Die eingesparten Kosten für Vergleiche und Rechtsstreitigkeiten könnten in Forschung und Entwicklung fließen und dem angeschlagenen Konzern neuen Spielraum verschaffen.

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