Bayer Aktie: Hoffnungsschimmer verdichten sich
Die Papiere des Leverkusener Konzerns zeigen weiterhin Stärke. Am Donnerstag kletterte der Kurs um rund ein Prozent auf 39,05 Euro – nur einen Cent entfernt vom jüngsten Höchststand seit November 2023. Damit setzt sich die bemerkenswerte Aufwärtsbewegung fort, die seit dem Frühjahrstief bei knapp 18 Euro anhält.
Das technische Bild hat sich grundlegend gewandelt. Nach dem Überschreiten der 200-Tage-Linie im Mai gelang im November der entscheidende Ausbruch über die kurzfristigen Durchschnittslinien. Die Aktie bewegt sich nun seit Monaten oberhalb dieser wichtigen Unterstützungsmarken.
Brüssel öffnet die Tür für Gentechnik
Rückenwind lieferte am Mittwoch ein Bericht der "Financial Times". Die EU-Institutionen haben sich nach mehrjährigen Verhandlungen auf eine Lockerung der Regeln für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen geeinigt. Bayer selbst sieht darin das Potenzial für eine positive Veränderung des europäischen Saatgutmarktes – und eine nachträgliche Rechtfertigung für die umstrittene Monsanto-Übernahme.
Zeitgleich gab der Konzern am Donnerstag eine neue Kooperation mit Soufflé Therapeutics bekannt. Gemeinsam wollen die Partner eine zellspezifische siRNA-basierte Herztherapie entwickeln. Im Fokus steht eine seltene Form der dilatativen Kardiomyopathie. Die Technologie von Soufflé ermöglicht es, siRNA-Moleküle präzise in Herzmuskelzellen zu schleusen und dort krankheitsverursachende Gene stumm zu schalten.
Medikamentenpipeline liefert positive Signale
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Die Zusammenarbeit erweitert Bayers Engagement im Bereich RNA-Therapeutika und stärkt das kardiovaskuläre Portfolio. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Partnerschaft geht über eine frühere Investition durch Leaps by Bayer hinaus.
Erst im November hatte der Konzern einen Erfolg in einer klinischen Studie zum Blutgerinnungshemmer Asundexian bei Schlaganfällen vermeldet. Auch am Mittwoch sorgte eine Nachricht für Aufsehen: Bayer verklagt Corona-Impfstoffhersteller wegen angeblicher Patentverletzungen. Auf den Kurs hatte das allerdings keinen Einfluss – solche Rechtsstreitigkeiten sind in der Biotechbranche an der Tagesordnung.
2026 wird zum Schicksalsjahr
Das entscheidende Datum rückt näher. Börsenbrief-Autor Hans Bernecker bezeichnet 2026 als "sehr wichtiges Jahr" für Bayer. Sollte der Konzern bei den Glyphosat-Prozessen vor dem obersten US-Gericht den erhofften Befreiungsschlag landen, dürfte die Aktie nach der bereits starken Performance 2025 weiter deutlich zulegen. "Bayer bietet damit ein attraktives Chance-Risiko-Potenzial", so Bernecker.
Auch Analysten zeigen sich zunehmend optimistisch. JPMorgan, Morgan Stanley und zuletzt die britische Barclays-Bank haben ihre Einschätzungen aufgrund der Glyphosat-Hoffnung angepasst. Die milliardenteuren Verfahren und Vergleiche rund um den Unkrautvernichter hatten den Kurs seit 2018 in eine lange Talfahrt geschickt. Vom Rekord von über 146 Euro ist die Aktie noch weit entfernt – doch die Erholung nimmt Fahrt auf.
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