Bayer Aktie: Enorme Rallye
Mit einem Kursanstieg von rund 90 Prozent auf Jahressicht startet Bayer beeindruckend in das Jahr 2026. Was Marktbeobachter vor zwölf Monaten noch für utopisch hielten, ist Realität: Der DAX-Konzern notiert zum Jahresauftakt bei rund 37,00 Euro. Doch treibt bloße Hoffnung auf ein US-Urteil den Kurs, oder ist die fundamentale Wende tatsächlich nachhaltig?
Ausbruch über 37 Euro
Das Überwinden der psychologisch wichtigen Marke von 37 Euro signalisiert eine hohe relative Stärke des Papiers. Das anhaltend hohe Handelsvolumen deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren die operative Entwicklung honorieren und Positionen aufbauen. Charttechnisch hat sich das Bild damit deutlich aufgehellt: Der Kurs notiert stabil über den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage. Analysten sehen nun technisches Potenzial bis in den Bereich von 40 bis 41 Euro, sofern der Aufwärtstrend nicht durch externe Schocks gebrochen wird.
Alles auf eine Karte: Supreme Court
Der entscheidende Treiber für die Bewertung bleibt die Situation in den USA. Marktteilnehmer spekulieren massiv darauf, dass der US Supreme Court die Glyphosat-Fälle zur Überprüfung annimmt. Signale, dass der US-Solicitor General diesen Schritt befürwortet, werden als potenzieller Wendepunkt gehandelt, der die Haftungsrisiken drastisch eingrenzen könnte.
Diese Zuversicht ist so ausgeprägt, dass negative Nachrichten derzeit ausgeblendet werden. Der Rückzug der Williams-Studie Anfang Dezember 2025 wegen Ghostwriting-Vorwürfen belastete den Kurs nur kurzzeitig. Obwohl dies die wissenschaftliche Argumentation von Bayer schwächt, gewichtet der Markt die prozessualen Chancen vor dem Höchstgericht aktuell deutlich höher.
Asundexian als Sicherheitsnetz
Fundamental untermauert wird der Kursanstieg durch die Pharma-Sparte. Die im vierten Quartal 2025 veröffentlichten Phase-III-Daten zu Asundexian wirken positiv nach. Das Medikament zur Schlaganfallprävention erreichte die primären Wirksamkeitsziele ohne signifikant erhöhtes Blutungsrisiko. Analysten passten daraufhin ihre Modelle für das Spitzenumsatzpotenzial nach oben an. Dieser Erfolg stärkt das Vertrauen in die Innovationskraft des Konzerns für die Zeit nach dem Patentablauf des Blockbusters Xarelto.
Die aktuelle Bewertung spiegelt somit eine klare Wette auf eine juristische Lösung in den USA wider, abgesichert durch solide Pharma-Daten. Solange die Hoffnung auf eine Anhörung vor dem Supreme Court intakt bleibt, dürfte das Momentum auf der Seite der Käufer liegen – ein Scheitern vor Gericht bleibt jedoch das zentrale Risiko für die jüngsten Gewinne.
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