BASF Aktie: Tagesaktuelle Finanzanalyse
BASF hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und präsentiert damit ein deutlich gemischtes Bild: operativ leicht unter den eigenen Zielen, beim Barmittelzufluss hingegen klar über den Erwartungen. An der Börse überwog zunächst die Skepsis, der Kurs gab zum Wochenschluss moderat nach. Wie ist diese Kombination aus schwächerer Profitabilität und starkem Free Cashflow einzuordnen?
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Umsatz 2025 leicht rückläufig, aber im Rahmen der Erwartungen
- EBITDA vor Sondereinflüssen knapp unter Unternehmensziel und Konsens
- Free Cashflow deutlich über Prognose und Vorjahr
- Analystenreaktionen uneinheitlich, Fokus auf Margen und Cash
- Detaillierter Geschäftsbericht folgt Ende Februar, inklusive Ausblick 2026
Ergebnisse 2025: Umsatzrückgang, Margendruck
BASF erwartet für 2025 einen Umsatz von 59,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang gegenüber den 61,4 Milliarden Euro des Vorjahres, liegt aber im Rahmen der Analystenschätzungen.
Als Belastungsfaktoren nennt der Konzern negative Währungseffekte und leicht sinkende Verkaufspreise. Die Absatzmengen sind hingegen leicht gestiegen, was auf eine stabile Nachfrage bei gleichzeitigem Preisdruck hindeutet.
Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA vor Sondereinflüssen) verfehlte BASF die eigenen Ziele knapp. Mit voraussichtlich 6,6 Milliarden Euro blieb der Wert unter der prognostizierten Spanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro und leicht unter dem Analystenkonsens von 6,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das Ergebnis rückläufig, vor allem aufgrund niedrigerer Margen.
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Rückgang von rund 1,6 Prozent und notierte im Xetra-Handel zur Mittagszeit bei 45,76 Euro. Damit wird die leichte Ergebnisenttäuschung eingepreist, ohne dass es zu einem starken Kursausschlag kam.
Starker Free Cashflow als Gegenpol
Positiv sticht der Free Cashflow hervor. Für 2025 erwartet BASF rund 1,3 Milliarden Euro, nach 0,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Damit übertrifft der Konzern sowohl die eigene Prognose von 0,4 bis 0,8 Milliarden Euro als auch den Analystenkonsens von 0,6 Milliarden Euro deutlich.
Der höhere Barmittelzufluss resultiert vor allem aus geringeren Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die Investitionsdisziplin zahlt sich damit klar in der Kasse aus.
Mehrere Analysten heben diesen Punkt hervor: Der starke Free Cashflow stützt die Fähigkeit zur Dividendenausschüttung und zur weiteren Entschuldung. Gerade in einem Umfeld mit Margendruck ist das für viele Investoren ein wichtiger Stabilitätsanker.
Analysten uneinig: Margen vs. Cash
Die nachbörslich veröffentlichten vorläufigen Zahlen haben zu unterschiedlichen Einschätzungen geführt. Die verfehlte Gewinnprognose wird von Teilen des Marktes als Hinweis auf anhaltende Schwäche im Chemiesektor interpretiert. Das schwache vierte Quartal gilt dabei als belastendes Signal für die Branche.
Die DZ Bank spricht von einer Ernüchterung zum Jahresstart. JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi rechnet mit sinkenden Gewinnschätzungen und sieht die Bewertung der Aktie als anfällig für Anpassungen nach unten.
Demgegenüber bewerten Analysten von Bernstein Research und UBS insbesondere den hohen Free Cashflow positiv. Aus ihrer Sicht unterstreicht er die finanzielle Flexibilität des Konzerns, insbesondere mit Blick auf Dividendenpolitik und Schuldenabbau.
Ausblick: Fokus auf Bericht und Kostensenkungen
Für die weitere Kursentwicklung wird die vollständige Ergebnisvorlage entscheidend. Der Konzern veröffentlicht den Geschäftsbericht 2025 am 27. Februar. Dann folgen detaillierte Segmentzahlen und der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026.
Im Mittelpunkt dürften stehen:
- Einschätzung zur Nachfrageentwicklung in den Kernmärkten
- Erwartete Preisentwicklung und Margenstabilität
- Konkrete Fortschritte und Pläne bei den laufenden Kostensenkungsprogrammen
BASF plant, die jährlichen Kosten bis Ende 2026 um 2,1 Milliarden Euro zu reduzieren. Das unterstreicht, dass 2026 als Übergangsphase mit Fokus auf Effizienz und Strukturmaßnahmen angelegt ist.
Die Aktie hatte vor der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen eine Erholungstendenz gezeigt. Der jüngste Rückgang testet diesen Aufwärtstrend nun, während der Markt auf die Detailzahlen und den Ausblick Ende Februar wartet.
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