BASF Aktie: Stabilität gesucht
Der Chemiekonzern kämpft um eine nachhaltige Bodenbildung und setzt dabei auf bewährte Mittel: Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm und langfristige Standortgarantien sollen Vertrauen schaffen. Doch trotz dieser stützenden Maßnahmen verharrt der Kurs in einer abwartenden Haltung. Während die charttechnische Situation unentschlossen wirkt, blicken Anleger gespannt auf die Frage, ob die operative Entwicklung mit den strategischen Investitionen Schritt halten kann.
Hier sind die wichtigsten Fakten der aktuellen Lage:
- Rückkauf: Seit November 2025 wurden bereits 8,65 Millionen Aktien erworben.
- Analystenvotum: Die Deutsche Bank bestätigt ihr "Hold"-Rating mit einem Kursziel von 45 Euro.
- Standortsicherung: Beschäftigungsgarantie für Ludwigshafen bis mindestens Ende 2028 vereinbart.
- Nächster Termin: Quartalszahlen folgen am 27. Februar 2026.
Rückkaufprogramm als Kursstütze
BASF treibt das eigene Aktienrückkaufprogramm konsequent voran, was dem Aktienkurs eine gewisse Untergrenze verleiht. Der Konzern meldete am 5. Januar im neunten Zwischenbericht, dass allein in der Woche um den Jahreswechsel Aktien im Wert von rund 27,7 Millionen Euro zurückgekauft wurden. Der Durchschnittspreis lag dabei bei 44,40 Euro.
Das Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro soll bis Mitte 2026 ausgeschöpft werden. Durch die geplante Einziehung der Papiere verdichtet sich der Gewinn pro Aktie für die verbleibenden Anteilseigner – ein klassisches Instrument, um die Attraktivität des Titels in Phasen operativer Stagnation zu erhöhen.
Strategischer Spagat: Ludwigshafen und China
Das Management versucht derzeit, zwei strategische Pole auszubalancieren: Heimatmarkt-Sicherung und Wachstum in Asien. Die im Dezember unterzeichnete Standortvereinbarung für den Hauptsitz in Ludwigshafen schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 aus und sieht jährliche Investitionen von zwei Milliarden Euro vor. Dies schafft Ruhe in der Belegschaft, bindet jedoch auch Kapital.
Gleichzeitig steht das neue Verbundwerk im chinesischen Zhanjiang kurz vor der Inbetriebnahme. Während das Unternehmen hier den Zugang zum wichtigsten Wachstumsmarkt der Chemiebranche sucht, warnen Kritiker weiterhin vor geopolitischen Risiken. Der Erfolg dieser Milliardenwette wird maßgeblich die zukünftige Bewertung der Aktie beeinflussen.
Chartbild und Analystenmeinung
Die Marktteilnehmer preisen die aktuelle Gemengelage präzise ein. Mit einem Schlusskurs von 45,00 Euro notiert die Aktie exakt auf dem Niveau des aktuellen Kursziels der Deutschen Bank. Analystin Virginie Boucher-Ferte sieht derzeit wenig Spielraum nach oben oder unten und wartet auf greifbare Ergebnisse aus dem operativen Geschäft.
Technisch bewegt sich der DAX-Titel in einer engen Range. Positiv ist zu werten, dass der Kurs mit aktuell 45,00 Euro knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von 43,69 Euro notiert, was den langfristigen Trend stützt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von knapp 54 Euro bleibt mit rund 17 Prozent jedoch deutlich, was die anhaltende Skepsis des Marktes widerspiegelt.
Für Anleger richtet sich der Fokus nun vollständig auf den 27. Februar 2026. Erst die Präsentation der Geschäftszahlen für das vierte Quartal und der Ausblick auf das Gesamtjahr werden zeigen, ob die Gewinnerwartung von 2,59 Euro je Aktie realistisch ist und ob das laufende Rückkaufprogramm durch eine operative Erholung flankiert wird.
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