BASF Aktie: Analysten uneinig
Die Expertenmeinungen zur BASF-Aktie driften derzeit weit auseinander, was Anlegern die Orientierung erschwert. Während US-Analysehäuser wie Bernstein Research Potenzial sehen und die Prognosen anheben, treten andere Institutionen auf die Bremse und senken ihre Ziele. Inmitten dieser widersprüchlichen Signale treibt der Konzern jedoch seine strategische Neuausrichtung für den geplanten Teil-Börsengang der Agrarsparte unbeirrt voran.
Die Fakten im Überblick:
* Optimisten: Bernstein Research hebt Kursziel auf 53 Euro an ("Outperform").
* Skeptiker: Barclays senkt Ziel auf 40 Euro ("Equal Weight").
* Rückkäufe: Über 10,3 Millionen Aktien seit November 2025 erworben.
* Strategie: Übernahme von AgBiTech zur Stärkung der Agrarsparte.
Diskrepanz bei den Bewertungen
Der Chemiekonzern sieht sich aktuell mit einer ungewöhnlich breiten Streuung bei den Analysteneinschätzungen konfrontiert. Bernstein Research sorgt für positive Impulse, indem das Kursziel von 51 auf 53 Euro angehoben wurde. Die Analysten begründen dies mit der Erwartung konservativer Jahresprognosen der europäischen Chemiebranche, sehen aber für 2026 steigende operative Ergebnisse (Ebitda).
Im direkten Kontrast dazu stehen die Einschätzungen von Barclays und Morgan Stanley. Barclays reduzierte das Kursziel auf 40 Euro, während Morgan Stanley seine Marke auf 52 Euro leicht nach unten korrigierte. Mit einem Schlusskurs von 45,35 Euro am Mittwoch notiert die Aktie fast genau in der Mitte dieser Spanne und knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 44,82 Euro. Diese Pattsituation am Markt spiegelt die Unsicherheit darüber wider, wie schnell die operative Erholung tatsächlich greift.
Strategischer Zukauf für Agrar-IPO
Ungeachtet der täglichen Kursschwankungen arbeitet das Management an der langfristigen Struktur des Konzerns. Ein zentraler Baustein ist die Vereinbarung zur Übernahme von AgBiTech, einem Spezialisten für biologische Insektenbekämpfung. Dieser Zukauf erfolgt nicht zufällig, sondern dient der gezielten Vorbereitung auf den für 2027 angekündigten Teil-Börsengang der Sparte Agricultural Solutions.
Durch die Integration stärkt BASF das Portfolio im Bereich biologischer Pflanzenschutzmittel, einem Wachstumsmarkt, der für die Bewertung beim späteren Börsengang entscheidend sein dürfte. Flankiert werden diese operativen Maßnahmen durch Auszeichnungen im Nachhaltigkeitsbereich durch die Organisation CDP, was die Positionierung bei ESG-orientierten Investoren verbessern könnte.
Aktienrückkäufe laufen weiter
Zur Stützung des Kurses nutzt das Unternehmen weiterhin sein bis Juni 2026 laufendes Rückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Allein in der dritten Januarwoche erwarb BASF gut 951.000 eigene Anteile. Diese konstante Nachfrage seitens des Unternehmens bildet eine gewisse Absicherung nach unten, während der Markt auf klarere Signale für die operative Entwicklung wartet.
Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob die strategische Aufhübschung der Agrarsparte vor dem geplanten IPO 2027 genügend Fantasie weckt, um die Skepsis der vorsichtigeren Analysten zu widerlegen. Solange die Bandbreite der Kursziele zwischen 40 und 53 Euro so weit auseinanderklafft, dürfte die Volatilität der Aktie erhöht bleiben.
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