Barrick Mining Aktie: Trendwende vollzogen!
Barrick profitiert vom historischen Goldpreisanstieg, steht aber strategisch an einem entscheidenden Punkt. Der geplante Spin-off der nordamerikanischen Aktivitäten hängt maßgeblich von Partner Newmont ab. Parallel dazu läuft ein Führungswechsel, während Investoren auf klare Signale zur künftigen Ausrichtung warten.
Rekord-Goldpreis stützt Minenwerte
Der Goldpreis hat heute ein Rekordhoch von 5.092,71 US-Dollar je Feinunze erreicht. Damit setzt sich eine Rally fort, in deren Verlauf das Edelmetall 2025 um 64 % zugelegt hat. Der Sprung über die Marke von 5.000 Dollar gilt als wichtiger Meilenstein für Goldproduzenten.
Treiber der Entwicklung sind unter anderem:
- Anhaltende Nachfrage nach sicheren Häfen vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen
- Zentralbankkäufe von durchschnittlich 60 Tonnen Gold pro Monat
- Rekordzuflüsse in Gold-ETFs von mehr als 89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025
- Ein schwächerer US-Dollar, der Gold international attraktiver macht
Das Analysehaus Metals Focus rechnet damit, dass der Goldpreis im weiteren Jahresverlauf bis auf rund 5.500 Dollar steigen könnte. Goldman Sachs hat sein Jahresendziel zuletzt auf 5.400 Dollar je Unze angehoben. Zur Begründung verweist die Bank auf eine strukturell hohe Nachfrage von Investoren, die sich gegen makroökonomische und fiskalische Risiken absichern wollen.
Spin-off hängt an Newmont
Barrick verfolgt den Plan, die nordamerikanischen Vermögenswerte in eine eigenständige Gesellschaft auszugliedern und an die Börse zu bringen. Dieses Vorhaben stößt jedoch auf eine zentrale Hürde: Newmont verfügt über ein Vorkaufsrecht für Barricks Anteil an Nevada Gold Mines (NGM).
Barrick hält 61,5 % an dem Joint Venture, Newmont 38,5 %. Laut von Reuters ausgewerteten Unterlagen muss Barrick seinen NGM-Anteil zunächst Newmont anbieten, bevor ein Verkauf an Dritte möglich ist. Zudem bedarf jede Anteilsübertragung der Zustimmung Newmonts. Diese Konstruktion verschafft dem Minderheitspartner ungewöhnlich großen Einfluss auf Barricks strategische Optionen.
Geplant ist, NGM zusammen mit der Mine Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik und dem Fourmile-Projekt in Nevada in den Spin-off einzubringen. Analysten taxieren den Wert des nordamerikanischen Geschäfts auf rund 42 Milliarden US-Dollar. Ein eigenständiges Unternehmen könnte nach Markteinschätzung mit einem Aufschlag bewertet werden.
Kapitalbedarf für Fourmile
Ein weiterer Knackpunkt ist die Finanzierung von Fourmile. Barrick stellt das Projekt als potenziell einen der zehn größten Goldproduzenten weltweit dar. Dafür benötigt der Konzern auch Kapitalzusagen von Newmont.
Die designierte Newmont-Chefin Natasha Viljoen machte im Oktober 2025 deutlich, dass ihr Unternehmen vor einer endgültigen Zusage weitere Informationen abwarten will. Ohne dieses Commitment wäre der Ausbau von Fourmile und damit ein wichtiger Baustein des Spin-offs gefährdet.
Führung und Investoren unter Druck
Nach dem Abgang von Langzeitchef Mark Bristow wird Barrick derzeit von Interim-CEO Mark Hill geführt. Mit der Ernennung von Helen Cai zur Finanzchefin versucht der Konzern, das Managementteam zu stabilisieren und Vertrauen im Markt zurückzugewinnen.
Gleichzeitig wächst der Einfluss großer Anteilseigner. Neben BlackRock ist der aktivistische Investor Elliott mit einer bedeutenden Beteiligung eingestiegen. Beide Gruppen drängen auf eine klare Restrukturierungsstrategie. Barrick will seine Pläne mit den Zahlen zum vierten Quartal 2025 vorstellen, die am 5. Februar veröffentlicht werden sollen.
Kursentwicklung und Bewertung
Die Aktie hat 2025 um 130 % zugelegt. Auf Fünfjahressicht liegt das Plus allerdings nur bei 52 % und damit deutlich unter dem Wettbewerber Agnico Eagle, der in diesem Zeitraum 142 % erreicht hat.
Bewertungsseitig notiert Barrick derzeit beim 13,2‑Fachen der erwarteten Gewinne. Das liegt spürbar unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 20‑mal Gewinn. Sollte die Umsetzung der strategischen Projekte gelingen, sehen Marktteilnehmer darin Spielraum für eine Neubewertung.
Am Freitag gewann die Aktie an der Börse in Toronto 1,90 % hinzu und profitierte damit von der allgemeinen Stärke im Edelmetallsektor.
Mali-Einigung entschärft Risiko
2025 war operativ von erheblichen Belastungen geprägt. In Mali hatte die Militärregierung zeitweise eine Mine des Konzerns beschlagnahmt und Mitarbeiter festgesetzt. Inzwischen konnte Barrick eine Vereinbarung erzielen, die die Rückgabe der Anlage sowie die Freilassung der Beschäftigten sicherstellt. Damit fällt ein wesentliches operatives Risiko weg.
In den kommenden Wochen rücken vor allem zwei Punkte in den Vordergrund: die konkrete Ausgestaltung des nordamerikanischen Spin-offs und die Haltung Newmonts zu NGM und Fourmile. Zusammen mit dem anhaltend starken Goldpreis dürfte dies entscheidend sein für die mittelfristige Kursentwicklung von Barrick und für die Positionierung beider Konzerne im globalen Goldmarkt.
Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 26. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








