Barrick Mining Aktie: Neuer Höchststand
Die Aktie von Barrick Mining hat die Woche mit einem deutlichen Kurssprung und einem neuen 52-Wochen-Hoch beendet. Der Kurs legte gestern um 3,6 % auf 51,04 US-Dollar zu. Getrieben wird die Rally von Rekordpreisen bei Gold und Kupfer, einer personellen Neuaufstellung im Finanzressort und konkreten Expansionsplänen im Kupfergeschäft.
Starker Kursverlauf und Rekordpreise
Barrick kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 85,5 Milliarden US-Dollar. Das Handelsvolumen zog zuletzt deutlich an: Rund 19,08 Millionen Aktien wechselten gestern den Besitzer, etwa 34 % mehr als im Durchschnitt.
Die Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate fällt außergewöhnlich aus. Die Aktie hat in diesem Zeitraum rund 205 % zugelegt und den Gesamtmarkt klar hinter sich gelassen. Haupttreiber sind die extrem hohen Notierungen bei den wichtigsten Rohstoffen des Konzerns:
- Goldpreis: rund 4.912 US-Dollar je Feinunze
- Kupferpreis: rund 13.390 US-Dollar je Tonne
Diese Preisniveaus schlagen direkt auf Umsatz und Ergebnis durch und stützen die optimistische Erwartungshaltung vieler Investoren.
Führungswechsel im Finanzressort
Ein weiterer Impuls kommt von der angekündigten Veränderung im Top-Management. Zum 1. März 2026 übernimmt Helen Cai die Position der Finanzchefin (CFO) und folgt auf Graham Shuttleworth.
Der Führungswechsel fällt in eine Phase, in der Barrick seine Aktivitäten in Afrika neu ordnet. Das Unternehmen hat einen langwierigen Konflikt mit der Regierung von Mali beigelegt und sich mit einer Zahlung von 430 Millionen US-Dollar die volle Kontrolle über den Goldkomplex Loulo-Gounkoto gesichert. Am Markt wird die Berufung von Cai als strategischer Schritt gewertet, um die finanzielle Steuerung nach der Einigung in Mali und vor den anstehenden Quartalszahlen weiter zu schärfen.
Ausbau des Kupfergeschäfts in Sambia
Parallel treibt Barrick den Ausbau seines Kupferportfolios voran. Für die Erweiterung der Lumwana-Kupfermine in Sambia wurde der Technologielieferant Metso ausgewählt. Vereinbart wurde die Lieferung der „Concorde Cell“-Flotationstechnologie, wie gestern bestätigt wurde.
Der Vertrag ist Teil eines rund 2 Milliarden US-Dollar schweren Ausbauprojekts in Lumwana. Ziel ist es, die jährliche Kupferproduktion der Mine auf etwa 240.000 Tonnen zu verdoppeln. Vor dem Hintergrund der rekordhohen Kupferpreise dürfte diese Kapazitätserweiterung mittelfristig erheblich zur Umsatzbasis von Barrick beitragen.
Komplexe Pläne für Nordamerika-IPO
Für die nordamerikanischen Aktivitäten verfolgt Barrick einen separaten Börsengang. Im Zentrum steht dabei das Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM). Aktuelle Unterlagen zeigen jedoch, dass die geplante Abspaltung maßgeblich von der Zustimmung des Partners Newmont Corporation abhängt.
Newmont verfügt über ein „Right of First Refusal“ (Vorkaufsrecht) auf den 61,5-%-Anteil von Barrick an NGM. Diese vertragliche Regelung erschwert eine einfache Ausgliederung und macht den geplanten IPO rechtlich und strategisch anspruchsvoll. Entsprechend wird erwartet, dass das Management im kommenden Quartalsbericht detaillierter auf den Stand der Gespräche und die Optionen für die Strukturierung eingeht.
Kennzahlen und Erwartungen vor den Zahlen
Anleger positionieren sich bereits vor der nächsten Ergebnisvorlage am 5. Februar 2026. Die zuletzt veröffentlichten Zahlen zeichnen ein solides Bild der Finanzlage:
- Ergebnis je Aktie (Quartal): 0,58 US-Dollar (Prognose: 0,57 US-Dollar)
- Umsatz: 4,19 Milliarden US-Dollar (+23,2 % gegenüber dem Vorjahr)
- Quartalsdividende: auf 0,175 US-Dollar erhöht (0,70 US-Dollar annualisiert), Rendite rund 1,4 %
- Analysteneinschätzung: Konsens „Buy“ mit 3 „Strong Buy“ und 17 „Buy“-Ratings
Die Kombination aus starkem Wachstum, leichtem Gewinnübertreffen und erhöhter Dividende untermauert die positive Einschätzung vieler Analysten.
Fazit und Ausblick
Barrick profitiert derzeit von einem seltenen Gleichlauf mehrerer positiver Faktoren: Rekordpreise bei Gold und Kupfer, die Einigung in Mali mit Rückgewinn der Kontrolle über Loulo-Gounkoto sowie das milliardenschwere Ausbauprogramm der Lumwana-Mine. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung werden nun zwei Termine und Themenkomplexe: die Quartalszahlen am 5. Februar mit einem aktualisierten Ausblick auf Produktion und Cashflows sowie konkrete Aussagen zum möglichen Nordamerika-IPO im Zusammenspiel mit Newmont.
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